| Kommissar Dierk Gewesen jagt das Phantom von Christian Gailus Regie: Ulrich Lampen NDR 1998 55 Min. Dierk Gewesen: Wolf-Dietrich Berg Salvatore Scheibli: Ulli Lothmanns Nieck: Benjamin Reding Magda, Polizistin Bettina Engelhardt Dr. Daniel Doppel: Johann Schibli Kurt Kolbenfresser: Gerlach Fiedler Boris Noiram: Werner Wölbern Elvira Gewesen: Monica Bleibtreu Der Beo: Jens Wawrczeck Marion Sirob: Gisela Trowe Rebecca: Anne Moll Ein Pförtner: Steffen Krause Ein Arbeiter: Wulf Mey Ein Postbote: Udo Jolly Ein Polizist: Ole Schloßhauer Eine warme weibliche Computerstimme: Marion Martienzen Hamburg kurz vor dem Kollaps: Das CCH ist in die Luft geflogen, der Hauptbahnhof verseucht, in der Alster wimmelt es von Haien. Zu allem Überfluss landet auch noch eine weibliche Leiche im Plastiksack vollkommen zerstückelt auf dem Schreibtisch von Kommissar Dierk Ge wesen. Gibt es einen geheimen Zusammenhang? Der Leiche lag ein Brief bei: „Ich erwarte Sie, Bastard. Das Phantom.“ Auf dem Polizeiommissariat laufen die Köpfe heiß. Nick, Assistent von Gewesen, konzentriert sich bei geschlossenen Augen auf das Empfangen paranormaler Signale, Hauptkommissar Scheibli plant, die ganze Abteilung zwecks Recherche nach 0stsibirien zu verlegen. Kommissar Dierk Gewesen fliegt erst mal raus. Wegen rüpelhaften Verhaltens gegenüber der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen stocken. Erst als er wieder auftaucht, geht‘s richtig los mit der Jagd auf das Phantom. Gewesens aberwitziger Kombinationsgabe verdanken wir es, dass Hamburg von der finalen Katastrophe verschont bleibt. Christian Gailus, geboren 1967 in Hamburg, studierte Germanistik und lebt seit 1996 als freier Autor in Bonn. Hörspiele u. a. „Der Linsenhof“, „Der Zug“, „Der Stein“. Bemerkungen: Christian Gaillus erzählt hier einen grotesken Krimi, bei dem man nicht erwarten darf, einen logisch schlüssigen und strukturierten Plot zu erhalten. Der Fall erinnert mehr an ein Sammelsurium diverser Krimielemente, die hier in einer Genresatire zusammenfinden. In Bezug darauf funktioniert das gut, insoweit stimmt der Unterhaltungswert. Insgesamt hätte dem Ganzen aber etwas mehr Struktur und auch Witz gut getan. Erstklassig ist allerdings die Umsetzung. Gerade das exzellente Sprecherensemble sorgt hier für hörenswerte Performances. Neben dem gut agierenden Hauptdarsteller Wolf-Dietrich Berg, machen Sprecher wie Jens Wawrczeck, Gisela Trowe, Werner Wölbern und vor allem Gerlach Fiedler aus sich aufmerksam. Die Figuren sind zwar etwas zu funktional, dennoch gelingen den Sprechern hier gute Darstellungen. Wer es skurill mag, der sollte sich dieses Abenteuer Dierck Gewesens ruhig mal anhören, einen inhaltlichen Knaller darf man aber nicht erwarten. Diesen gibt es nur beim Sprecherensemble, dass hier in jedem Fall meine Empfehlung erhält. Meine Wertung: + + |
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