| Kommt ein Mann zur Welt |
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Autor: |
Martin Heckmanns |
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Produktion: |
SWR 2008 |
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Regie: |
Iris Drögekamp |
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Musik: |
Ulrich Bassenge

Ulrich Bassenge und Iris Drögekamp; Bild: SWR/Monika Maier
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Länge: |
74 Min |
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Mitwirkende: |

Bruno: Alexander Khuon; Bild: SWR/Monika Maier

v.l.n.r.
Tante, Suse: Caroline Ebner
Jugendlicher Drogenkonsument, Polizei 2, Capt.
Deutermann, Rob, Verkäufer 2, Produzent: Boris Aljinovic
Kumpel, Polizei 1,
Zahnarzt, Kind, Sohn, Tudor: Maximilian von Pufendorf
Mutter, Tina, Die Zeit,
Schwester: Astrid Meyerfeldt
Bild: SWR/Monika Maier

Vater, Professor, Gefängnisdirektor, Chef: Wolf-Dietrich Sprenger
Im Bild mit Caroline Ebner; Bild: SWR/Monika Maier
Gesang: Rita
Gillich |
Inhalt: |
Das Stück erzählt die Geschichte eines Lebens im Zeitraffer. In kurzen Szenen
von der Geburt bis zum Friedhof wird die Vita Brunos durchlaufen, eines
wankelmütigen Sängers und Lebenskünstlers ohne feste Grundsätze. Innere Stimmen
erzählen ihm von Anfang an sein Leben in der Vergangenheitsform, als sei es
vorherbestimmt. Bruno kämpft dagegen an für die seltenen Momente der
Individualität und des Glücks. Er reißt aus von zu Hause, versucht sich als
Performancekünstler, kommt mit dem Gesetz in Konflikt und ins Gefängnis, als
Sänger hat er seinen einzigen Hit und wird bald darauf vergessen. Sein Comeback
im Alter ist erfolgreich, aber kurz, sein Ende ist elend und vorhersehbar. Aus
Gesprächsfetzen und angerissenen Begegnungen bastelt sich Bruno eine Biografie
und weiß doch bis zuletzt nicht sicher, was er hätte besser machen sollen. "Ich
hätte vielleicht ..." lautet sein letzter Halbsatz. So endet ein Leben in der
Multioptionsgesellschaft.
Martin Heckmanns
geboren 1971 in
Mönchengladbach, lebt in Berlin. Studium der Komparatistik, Geschichte und
Philosophie, Veröffentlichungen von Prosa in Anthologien und Zeitschriften. 1999
feierte sein erstes Stück "Finnisch oder Ich möchte dich vielleicht berühren" am
Stadttheater Herford seine Uraufführung, zuletzt wurde "Ein Teil der Gans" am
Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. Heckmanns erhielt zahlreiche Preise,
unter anderem den Jürgen-Ponto-Preis 2000 für "Disco", mit "Schieß doch,
Kaufhaus!" wurde er in der "Theater heute"-Kritikerumfrage zum Nachwuchsautor
2002 gewählt. |
Bemerkungen: |
Ein merkwürdiges Stück, das uns Martin
Heckmanns hier präsentiert. Mir persönlich ist die Geschichte
viel zu wirr und zu merkwürdig, um mich wirklich dauerhaft zu
interessieren, geschweige denn begeistern zu können. Das ist
wieder so eine Produktion, bei der sich der Stil vor den Inhalt stellt
und diesen so ins Abseits drängt. Das mag bei einem Teil der
Hörer als besonders künstlerisch wertvoll gelten, für
mich - und sicherlich auch für andere Hörer - ist es einfach
nur seltsam.
Wer es etwas schräger mag, der sollte hier ein Ohr riskieren - wer
nur eine gute Geschichte sucht, der wird hier vermutlich nicht
fündig werden. |
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