Liza
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Autor: |
Andreas Sauter |
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Produktion: |
DRS 2007 |
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Regie: |
Margret Nonhoff |
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Länge: |
52 Min. |
Mitwirkende: |
Uta Köbernick, Jonas Rüegg, Maik Solbach, Philippe Nauer, Annemarie Kuster und Peter Kner
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Inhalt: |
Manchen teilt das Schicksal wirklich miese Karten zu. Liza ist so eine,
Anfang zwanzig und eine Mörderin. Dabei wollte sie bloß
für eine Woche das genießen, was allen zusteht: Ein junges,
rauschendes Glück.
Doch so richtig gut geklappt hat der Einstieg ins erwachsene Leben ja
von Anfang an nicht. Als Liza gerade ihre Lehre abbricht, wird sie
schwanger. Sie stellt sich vor, wie schön das wäre mit ihrem
Freund, eine Familie. Aber Sven will nicht, ist noch nicht soweit, er
verlässt sie. Dennoch will die trotzköpfige Liza ihr Kind.
Die Eltern helfen, alles scheint gut zu werden.
Doch dann lernt Liza Ron kennen - und taucht mit ihm für eine
Woche ab. Just zu einem Zeitpunkt, als Lizas Eltern erstmals seit
Jahren für ein langes Wochenende verreisen....
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Bemerkungen:
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Die Darstellung der Ereignisse um Liza wirkt
zunächst etwas spröde und klischeehaft. Das ändert sich
schlagartig, als im Hörspiel klar wird, auf welches dramatische
Ereignis es hinausläuft. Dieses wird zunächst nur
angedeutet, so dass das Hörinteresse (nur) langsam steigt. Ab dem
Zeitpunkt, zu dem alle Zweifel beseitigt sind, entwickelt sich die
Spannung durch die Frage, wie es dazu kommen konnte.
Natürlich drängt sich die Schuldfrage auf, letztlich ist sie
vielleicht auch juristisch eindeutig beantwortbar, dem Hörer
selbst bleiben Zweifel - Zweifel, ob die Schuld von Liza vielleicht
kleiner ist, als es zunächst anmutet oder ob sie gar
größer ist und sich nicht nur auf das entscheidende Ereignis
bezieht. Zudem: Welche Verantwortung tragen die anderen Beteiligten?
Andreas Sauter beschränkt sich auf die Fragestellung, die Antworten muss sich jeder Hörer selbst geben.
Die Darstellung in Form der Betrachtungen der einzelnen Beteiligten ist
vielleicht zunächst gewöhnungsbedürftig, letztlich aber
ein ideales Mittel, um die persönlichen Verwobenheiten der
Einzelnen besser einsortieren zu können.
Ein Hörspiel, auf das man sich einlassen muss, das den Hörer dann aber auch in seinen Bann zu ziehen weiß!
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Meine
Wertung: + + + +
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