| Ludwig Leichhardt - Wanderer zwischen den Welten von Kai-Uwe Kohlschmidt ![]() Bild © rbb/Peter Adler Komposition und Regie: Kai-Uwe Kohlschmidt rbb 2009 ca. 55 Min. Ludwig Leichhardt: Wolfgang Wagner Autor: Arta Adler Xvantja: Momo Kohlschmidt Mutter: Katharina Groth Classen: Lars Rudolph Wommai: Michael Ojake Krabat: Alexander Scheer Kuschk: Ronald Zehrfeld Im Mittelpunkt des Hörspiels steht ein Mann, der hierzulande immer noch fast ein Unbekannter ist: der Expeditionswissenschaftler und Abenteurer Ludwig Leichhardt. Auf der anderen Seite des Erdballs ist er hingegen eine Berühmtheit. Ludwig Leichhardt gilt als der Humboldt Australiens, seine Statue steht vor dem Parlament in Sydney. Aus der wilden UrLandschaft des Spreewaldes kommend zieht es Leichhardt unwiderstehlich nach Australien, in die unbekannte Weite des fünften Kontinents. Seine erste über ein Jahr dauernde Nord-Ost-Passage gelingt und bringt ihm weltweit Anerkennung ein. Darauf beschließt er die ungeheure Tat der Ost-West-Querung, und verschwindet dabei spurlos. 20 Jahre später kursieren Gerüchte, man habe einen weißen Mann bei einem Aborigines-Stamm gesehen… Ka-Uwe Kohlschmidt, 1968 in Leipzig geboren. Er ist Sänger der Band »Sandow« und arbeitet als Komponist, Regisseur und Autor für Film und Hörspiel. Er schrieb die Musik zu preisgekrönten Arbeiten in Kino und Rado 2004 Expedition zum Nanga Parbat, wonach das gleichnamigeHörspiel entstand. 2008 Expedition nach Zentralaustralien auf den Spuren Ludwig Leichhardts. 2009 Recherche-Expedition in die Arktis für die Hörspielarbeit "Der weiße Raum" . Bemerkungen: Kai-Uwe Kohlschmidt hat ja schon mit "Nanga Parbat" auf exzellente Weise gezeigt, dass ihm diese Mischungen aus Hörspiel und Reportage liegen. In diesem neuen Projekt widmet er sich nun dem hierzulande wenig bekannten Forscher Ludwig Leichhardt. Ganz erfüllt die Produktion die hohe Erwartungshaltung nicht. Zwar gelingt es, eine spannende Geschichte um Leichhardt zu erzählen und auch die Spurensuche interessant darzustellen. Die Mischung ergibt letztlich aber nicht das schlüssige Gesamtbild, dass diese Produktion verdient hätte. Hier wirkt es sowohl in der Geschichte, als auch in der Inszenierung etwas zu wirr; die Fäden, die zusammenlaufen sollen, schaffen dies nicht in jedem Fall. Dennoch empfehle ich diese Produktion, da die einzelnen Passagen für sich genommen, sehr hörenswert sind. Kai-Uwe Kohlschmidt, malt mit ausdruckskräftigen Farben, nutzt Sprecher mit auffälligen, aber passenden Stimmen und komponiert so einIm interessantes - allerdings nicht immer schlüssiges - Bild. Wer Hörspiele mag, die sich nicht dem üblichen Hörgewohnheiten unterwerfen, sollte hier ein Ohr riskieren. |
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| Meine Wertung: + + + |
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