| Lüge eines Lebens Nach dem Roman von Christian von Ditfurth Bearbeitung und Regie: Andrea Getto ![]() Komposition: Michael Rodach DLR 2010 Teil 1: 55 Min. Teil 2: ca. 57 Min. ![]() Stachelmann: Michael Evers Anne: Michaela Steiger Brigitte: Kathrin Wehlisch Taut: Wolfgang Condrus Manfred Kraft: Reiner Schöne Bohming: Friedhelm Ptok Felix: Jonathan Becker Kommissar Kurz: Alexander Khuon Lemmi: Tonio Arango Hanno: Max von Pufendorf Frau Breuer: Eva Kryll Polizisten: Stefan Feddersen-Clausen, Michael Schumacher, Philipp Weggler, Fritz Hammer Georgie: Sabin Tambra Frankie: Ulf Schmitt Nachbar, Notarzt: Christian Gaul Herr Hoch: Wilfried Hochholdinger Herr Schmid: Horst Mendroch Halil: Serkan Sahan Studenten: Jana Klinge, Janusz Kocaj, Matthias Ransberger, Katja Sieder Typen: Matti Krause, Robert Prinzler, Michael Wächter Kellner: Özgür Özata Verkäufer: Günter Zschäkel Herr Oschatz: Martin Seifert ![]() Michael Evers ![]() Max von Pufendorf ![]() Friedhelm Ptok Bilder: Deutschlandradio/Sandro Most Stachelmanns Karriere als Historiker steht nach seiner glänzenden Habilitation nichts mehr im Wege. Doch dann fallen vor der Universität Schüsse, die ihn nur knapp verfehlen. "Stachelmann muss weg" fordert ein Unbekannter im Internet und startet eine Kampagne gegen Stachelmanns Forschungen über das KZ Buchenwald. Der Verlag stoppt bereits die Veröffentlichung, und Stachelmann gerät in Panik. Die Studentin Brigitte Stern irritiert ihn mit kritischen Fragen zu seinem Geschichtsbild und scheint zu wissen, dass er ganz andere Spuren verfolgen müsste. Als Stachelmann die Studentin Brigitte ermordet in seinem Büro findet, begreift er, dass sie ihm etwas sagen wollte. Von wem stammt die Mail, mit der sie in die tödliche Falle gelockt wurde? Musste sie sterben, weil sie das Rätsel um den mysteriösen Schützen gelöst hatte? Stachelmann entschließt sich, den Täter zu suchen und deckt eine Lebenslüge auf. Allmählich dämmert ihm, dass er das Verbrechen nur in Buchenwald aufklären kann. Und zwar im Archiv des Konzentrationslagers, dessen Geschichte mit dem Jahr 1945 längst nicht endete. Christian von Ditfurth, 1953 geboren, Historiker, Journalist und Autor. Nach seinen Romanen entstanden die Hörspiele "Mann ohne Makel" (DKultur/NDR 2006), "Mit Blindheit geschlagen" und "Schatten des Wahns" (DKultur 2008). 2009 erschien der Roman "Labyrinth des Zorns" - Stachelmanns fünfter Fall. Von Ditfurth hat neben seiner erfolgreichen Reihe um den Historiker Stachelmann, der unfreiwillig zum Ermittler wird, weitere Romane geschrieben: z.B. "Der Consul" (2003) und "Das Luxemburg-Komplott" (2005). Bemerkungen: Wieder mussten die Fans zwei Jahre auf "ihren" Stachelmann warten. Der Historiker, hier frisch habilitiert, gerät diesmal nicht selbst in Verdacht, sondern ins Visier dunkler Gestalten, die es auf ihn abgesehen haben. Stachelmann muss hier um sein Leben fürchten und - da die Polizei ja nicht in die Puschen kommt - auch wieder selbst ermitteln. Erneut spielen vergangene Ereignisse eine Rolle, wenngleich die Motive diesmal doch eher in der kleinen privaten Historie, denn in der großen Weltgeschichte verknüpft sind. Doch auch damit gelingt ein guter und spannender Krimi, da hier einfach handwerklich gut erzählt wird: Ein nicht zu durchschauender, aber letztlich schlüssiger Plot, viele Spuren, denen nachgegangen werden muss, viel Geheimnisvolles und Bedrohliches, machen auch diesen Stachelmann-Fall für jeden Krimi-Fan empfehlenswert. Auch die Umsetzung überzeugt. Wie schon in "Schatten des Wahns" zeichnet auch hier wieder Andrea Getto für Bearbeitung und Regie verantwortlich. Ihr und ihrem Team gelingt es, das Geschehen gut und schlüssig darzustellen. Zu hören sind hier wieder erstklassige Schauspieler. Man schafft es sogar, die wiederkehrenden Rollen mit denselben Stimmen zu besetzen. So darf man sich auf Horst Evers als Stachelmann und Michael Steiger als Anne freuen, auch Friedhelm Ptok oder Wolfgang Condrus tauchten erneut als Prof. Brohming bzw. Taut im Ensemble auf. Daneben möchte ich noch Reiner Schöne aus dem ohnehin gut agierenden Cast herausheben, er passt hier nicht nur perfekt zur Rolle des Manfred Kraft, sondern sorgt auch dafür, dass seine Performance die nachhaltigste ist. Die Musik steuert erneut Michael Rodach bei, der einen eigens komponierten Score einsetzt, der als Thema gut funktioniert - sich aber nie in den Vordergrund spielt. Das passt richtig gut ins Gesamtbild. Auch Stachelmanns vierter Fall ist wieder eine Empfehlung wert. Auch wenn die Geschichte etwas aus dem gewohnten Muster herausfällt, sorgen doch noch viele der vorhandenen Elemente und die gut erzählte Krimigeschichte dafür, dass man guten Gewissens raten kann, das Radio einzuschalten! meine Wertung: + + + + |
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