| Madame Ka von Noëlle Renaude aus dem Französichen von Klaus Gronau Musik: Michael Riessler Regie: Christiane Ohaus SR / DLR / RB 2004 59 Min. Mit Imogen Kogge, Werner Wölbern u. a. Madame Ka ist eine Dame mittleren Alters, Mutter zweier Kinder, Ehefrau, aus gutbürgerlichen Verhältnissen. Madame Ka führt das entsprechende Leben, und manchmal führt dieses Leben sie – in absurde, komische, merkwürdige Situationen: Ihr Bild aus dem Foto-Automaten sieht dem Bild ihrer Mutter viel ähnlicher als ihr selbst, und für die Zollbeamten trägt sie darauf sogar eine Brille – dabei hat Madame Ka gar keine Sehhilfe nötig! Noëlle Renaude, Jahrgang 1948, lebt in Paris. Studium der Kunstgeschichte u. der Orientalistik. Bisher über 20 Theaterstücke seit dem Debüt „Rose, la nuit australienne“ (1988, als Hörspiel „Australische Nacht“ WDR 89). Weitere Hörspiele auf Deutsch: „Auf alle die“ (SWR/WDR 98) und „Blanche Aurore Célèste“ (SR 03). Das SRHörspiel „Madame Ka“ war zum Prix Europa nominiert. Bemerkungen: Die Geschichten um Madame Ka sind kleine Grotesken, die eine sehr speziellen Humor benötigen, um Gefallen zu finden. Es gibt hier eine Situationskomik, die durch Übertreibungen und Zuspitzungen erzeugt wird und eher zum Schmunzeln, denn zum herzlichen Lachen einlädt. Man versucht, diese kleinen Episoden mit einem gewissen künstlerischen Anspruch zu versehen, was zum einen nur bedingt funktioniert, zum anderen das Stück etwas spröde macht. Störend ist auch, dass es hier keinen besonderen Zusammenhang gibt, der diese Produktion etwas runder machen würde. Dieser lose Abfolge nur eingeschränkt lustiger Ideen, wirkt so etwas sinnfrei. Man sollte schon ein Faible für etwas schrägen Humor mitbringen, damit man sich von den absurden Geschichtchen aus dem Leben der Madame Ka gut unterhalten fühlt. Mir persönlich ging es knapp an meinem Geschmack vorbei, so dass hier nur das Groteske wirkte. Für eine Stunde Hörspiel war mir das dann doch etwas zu wenig. Meine Wertung: - |
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