| Maigrets Weihnachtsfest von Georges Simenon Übersetzung aus dem Französischen: Hans Joachim Hartstein Hörspielbearbeitung: Leo Braune Regie: Klaus Gmeiner ORF 1986 55 Minuten ![]() Maigret: Horst Christian Beckmann Madame Maigret: Hilde Mikulicz Madame Martin: Sonja Sutter Mademoiselle Doncoeur: Brigitta Köhler Lucas: Karl Michael Vogler Verkäufer: Klaus Martin Heim Colette: Katharina Lichtenberg Torrence: Klaus Brockmeyer Beamter: Peter Scholz Paul Martin: Georges Ourth Eigentlich wollte Kommissar Maigret den Weihnachtsabend in aller Ruhe mit seiner Frau verbringen. Doch da klingeln zwei Nachbarinnen an seiner Wohnungstür. Sie berichten von eigenartigen Dingen, die in ihrem Haus passieren sollen. Ihre kleine Nichte Colette will den Weihnachtsmann gesehen haben. Angeblich kam er mit einer Taschenlampe, schenkte ihr eine Puppe, kniete sich anschließend auf den Boden und machte sich an den Dielen zu schaffen. Tatsächlich ist das Mädchen im Besitz einer Puppe. Kommissar Maigret ahnt, dass er schnell handeln muss, um ein Verbrechen zu verhindern. Georges Simenon (1903 - 1989) ist Belgier und kam mit 19 Jahren nach Paris. Durch die Anregung der Schriftstellerin Colette entwickelte er seinen eigenen literarischen Stil und wurde einer der meist gelesenen Romanciers der französischen Literatur. Bemerkungen: Wie allen großen Ermittler braucht auch Kommissar Maigret seine Weihnachtsepisode. Allerdings ist dies nur der Aufhänger beziehungsweise die Handlungszeit, in der ein nicht sonderlich besinnlicher, aber dafür um so interessanterer "normaler" Krimiplot erzählt wird. Das Auftauchen des Weihnachtsmannes muss natürlich eine erklärliche Ursache haben und so nimmt Maigret in gewohnter Weise die Ermittlungen auf. Auch wenn ein paar Aspekte und Gedankengänge hier merkwürdig leichtgängig erscheinen, ist die Geschichte doch in sich schlüssig und vor allem sehr unterhaltsam. Der ORF hat dieses Hörspiel mit einigen bekannten Stimmen besetzt. Horst Christian Beckmann, den man hauptsächlich aus Produktionen des DRS kennt, gibt hier eine sehr sympathische Version des Maigret zum Besten, was die Geschichte auch ein wenig leichter wirken lässt. Im restlichen Ensemble macht insbesondere Sonja Suttler mit einer sehr guten Leistunge auf sich aufmerksam. Die Kulisse ist etwas spartanisch geraten. Da die Geschichte aber diesbezüglich auch keine großen Anforderungen stellt, da sie nur eine überschaubare Zahl an Handungsorten bietet und der Fokus ohnehin auf den Dialogen liegt, ist das vollkommen in Ordnung. Obwohl die Geschichten Simenons nicht zu meinen Favoriten gehören, konnte mich diese Umsetzung doch durchweg gut unterhalten. Ein guter und cleverer Plot in einer leichten, aber auch gut hörbaren Inszenierung machen dieses Hörspiel empfehlenswert! Meine Wertung: + + + + |
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