| Maigret
und das Schattenspiel |
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Autor: |
Georges Simenon |
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Produktion: |
SFB-ORB/MDR/SWR/Steinbach Sprechende
Bücher 2003 |
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Regie: |
Judith Kuckart, Susanne Feldmann |
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Länge: |
57 Min. |
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Mitwirkende: |
Erzähler: Christian Berkel
Kommissar Maigret: Friedhelm Ptok
Martin: Christian Brückner
Madame Martin: Eva Weißenborn
Nine: Arta Preuss
Roger: Markus Meyer
Celine: Astrid Kohrs
Concierge: Carmen-Maja Antoni
Die alte Mathilde: Heide Kipp |
Inhalt: |
November. In Paris ist es Nacht. Das
Überfallkommando meldet ein
Verbrechen. Maigret wird zur Place des Vosges geschickt und findet sich
in einem spärlich erleuchteten Innenhof wieder. Nur in wenigen
Räumen brennt noch Licht. Hinter einem hellen Fenster zeichnet
sich die Silhouette von Raymond Couchet ab, er ist tot. Hinter einem
anderen gestikuliert eine wütende Frau – zwei
Schattenspiele, deren Zusammenhang dem Kommissar erst viel
später
deutlich wird. Der Firmenchef Raymond Couchet war in der Tat eine
zwielichtige Gestalt. Schon bald, nachdem er ihn ermordet in seinem
Büro vorgefunden hat, bewegt sich Maigret mitten in einem
Kreis
von Verdächtigen. Der Tresor stand offen und ist
ausgeräumt
worden. Der Täter stammt aus der näheren Umgebung von
Couchet
und kannte dessen Gewohnheiten. Mehrere Motive kommen in Frage:
Geldgier, Eifersucht oder vielleicht auch Rache. Da ist die erste
Ehefrau des Ermordeten, die ihn als Luftikus kennen gelernt und darum
verlassen hatte, deren gemeinsamer Sohn, die zweite Ehefrau und
schließlich die Geliebte. Wer machte mit Couchet kurzen
Prozess?
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| Bemerkungen: |
Nicht nur die
Freunde des "BR-Maigret" dürften mit der Reihe "Krimi-Sommer mit
Maigret" - einer Coproduktion von SFB -ORB, MDR und SWR - so ihre
Probleme haben, auch Krimifans im Allgemeinen erwartet hier ein
Hörspiel, das dem berühmten Namen kaum gerecht wird.
Der Fall an sich ist dabei noch gar nicht mal schlecht, im Gegenteil,
er kann sogar mit einigen überraschenden Wendungen und
(theoretisch) spannenden Sequenzen aufwarten. Was das Ganze hier aber
erheblich nach unten reisst, ist die sehr behäbige und auch recht
uninteressante Darstellung.
Die gesamte Inszenierung wirkt leidenschaftslos. Auch wenn man - gerade
in den tragenden Rollen - große Sprechernamen verpflichten
konnte, zahlt sich dies im Endeffekt nicht aus. Christian Berkel hat
dabei die unangehme Aufgabe, die Geschichte mit weitreichenden
Erzählparts zu versorgen. Sein Vortrag ist aber ebenso
emotionslos, wie der von Friedhelm Ptok und Christian Brückner,
die kaum ins "Spielen" kommen. Der Regie wollte offenbar diese
sterile Stimmung, und ich kann nur hoffen, dass viele Hörer das
ähnlich sehen.
Mir persönlich war das zu wenig, zu emotionslos - es packte mich nicht.
Eine gute Vorlage und gute Akteure sind leider nicht genug, zumindest
nicht, wenn man bei den Produzenten eine Umsetzung favorisiert, die den
Hörer nicht wirklich unterhalten will. Schade, aber diese
unspektakuläre Inszenierung verdirbt einem die Freude an einer
eigentlich ordentlichen Geschichte.
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