Meine total wahren und überhaupt nicht peinlichen Memoiren mit genau elfeinhalb
  Autor: Friedrich Ani
  Produktion: SWR 2008
  Regie: Beate Andres
Musik: Underkarl - Sebastian Gramss, Dirk Peter Kölsch und Frank Wingold
  Länge: 55 Min. 

Mitwirkende:

Erzähler: Michael Rotschopf
Simon: Alfons Rau
Annalena: Eva Schilling
Vitali: Vincent Schmid
Frau Dr. Leubl: Marietta Meguid
Iris: Sylvia Schwarz
Echo: Dorothee Sturz
Narziss: Christoph Gawenda
Opa Ferdi: Ernst Konarek
Ma: Elisabeth Findeis

sowie Tine Kiefl, Lilo von Plüskow, Leonie Reichert, Frank Streichfuss und Anna Windmüller

Bild: SWR/Frank Stiller
Alfons Rau und Michael Rotschopf; Bild: SWR/Frank Stiller
 
Inhalt:

Mein Name ist Simon Kesselbeck, ich bin elfeinhalb und gehe seit einem Monat in die sechste Klasse der Helen-Keller-Realschule. Und das sind meine Memoiren....

Eine Geschichte über das Erkennen der erste Liebe. Sie trifft Simon, wie ein Donnerschlag und stürzt ihn ins Chaos - und das betrifft nicht nur seine Gefühle.

Bemerkungen:

Friedrich Ani erzählt hier eine durchaus interessante Geschichte über die ersten zarten Gefühle, das Bewußtwerden darüber und den Umgang damit. Eine Liebesgeschichte, bei der es weniger um das Paar geht, sondern mehr um die Frage, was hier mit dem jungen Simon geschieht.

Leider funktioniert die Geschichte nicht durchgängig gut. Sie trägt zuweilen sehr merkwürdige, unglaubhafte Züge.  Neben richtig guten Teilen, gibt es leider auch recht langweilige und uninteressante Passagen.

Auch die Darstellung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie passt zwar zur Geschichte, es gelingt aber nicht, hiermit inhaltliche Schwächen zu überspielen. Gut gefallen hat mir das Sprecherensemble. Insbesondere Alfons Rau hinterlässt einen sehr positiven Eindruck und sorgt für viel Authentizität seines Charakters.


Ein Jugendhörspiel, das gute und unterhaltsame Züge hat, aber nicht durchweg überzeugen kann. Die Geschichte gönnt sich ein paar Schwächen und auch nicht alle Stilmittel in der Umsetzung haben mir gefallen.  Letztlich überwiegen aber doch die positiven Aspekte, wie die originelle Idee, die tolle Grundgeschichte, die Betrachtungsweise und das gut agierende Ensemble.
Meine Wertung: + +
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