Menachem Mendel, der Spekulant. Briefwechsel des Menachem Mendel mit seiner Frau Scheine-Scheindel

von Scholem Alejchem
Regie:    Klaus Gmeiner
ORF 1985
58 Min.

Mit Susi Nicoletti und Otto Schenk


Scholem Alejchem, der bedeutende jiddische Humorist, veröffentlichte 1882 in Romanform den Briefwechsel zwischen Menachem Mendel und seiner Frau Scheine-Scheindel. Während Mendels Frau mit der Familie in Kasriliwke zurückgeblieben ist, sucht Menachem Mendel in Odessa und Jejupez das große Glück. Mit seinen Börsenspekulationen scheitert er mehrmals, schließlich verreist er nach Amerika.

Oft genug bereut er sein Fernbleiben: "Einen Fuß hätte ich lieber brechen sollen, ehe dass ich hierher nach Odessa gekommen bin, wo ein Mensch gar keinen Wert hat; sterben kann einer hier und keiner wird auch nur stehenbleiben, um sich nach ihm umzuschauen."

In liebevoll karikierenden Schilderungen aus der Welt der Ostjuden und mit teilweise autobiografischen Zügen zeigt Scholem Alejchem einen unverbesserlichen Phantasten, der ständig vor dem großen Geschäft seines Lebens zu stehen glaubt.


Zur Startseite