| Menschen im Hotel von Vicki Baum Regie: Heinz Günther Stamm SWR 1958 78 Min. Die Tänzerin Grusinskaja: Brigitte Horney Otto Kringelein: Willy Maertens Baron von Gaigern: Erik Schumann Generaldirektor Preysing: Paul Dahlke Flämmchen, Sekretärin: Gisela Zoch Agent Meierheim: Günter Pfitzmann Suzanne, Zofe: Lisa Hellwig Witte, Kapellmeister: Heinz Klingenberg Senft, Portier: Horst Uhse Anna, Stubenmädchen: Dinah Hinz Schurmann, Hausdiener: Thomas Braut Chauffeur: Heinz Schimmelpfennig Melitta Berg, Traute Rose, Eva Pflug, Helene Elcka, Paul Dättel, Robert Dietl, Ernst Sladeck, Hans Schlick, Alexander Malachovsky, Peter van Hamme Eine Handvoll Menschen trifft zufällig im Berliner Grandhotel aufeinander: eine alternde Primaballerina, ein windiger Baron, ein kranker Buchhalter, eine lebensfrohe Sekretärin und ein vor der Pleite stehender Fabrikant. Für kurze Zeit verflechten sich ihre Schicksale vor luxuriöser Kulisse. Bemerkungen: Die Geschichte beginnt sehr unspektakulär. In einem Grand Hotel begegnen sich Menschen, die ein mehr oder weniger interessantes Schicksal haben. Das wirkt zunächst, wie eine einfache Seifenoper, erst als sich die Figuren begegnen, sie sich dadurch wandeln, wird es für den Hörer richtig interessant. Allerdings sorgt dieser Tiefgang nicht dafür, dass die Leichtigkeit der Erzählung hin zum Schweren kippt, es bleibt formal bei der einfachen, gängigen Darstellung. Die Geschichte funktioniert im Hörspielformat, weil es von einem erstklassigen Ensemble dargestellt wird. Den vier Hauptakteuren gelingt es, ihre Figuren, deren starke Wandlungen und Neuorientierung gut und vor allem glaubwürdig zu verkörpern. Willy Maertens überzeugt diesbezüglich am deutlichsten, er drückt mit seinem Spiel dem Stück schon einen nachhaltigen Stempel auf. Das Stück lebt hauptsächlich vom Text allein, es gibt ein paar eingestreute Musikuntermalungen, die selbst unter Berücksichtigung des Produktionsjahres, eher störend wirken, als es ihnen gelänge, Atmosphäre zu erzeugen. Das lässt das Stück etwas billiger wirken, als es das verdient hätte. Allerdings hält sich der Musikanteil - und damit auch der "Schaden" - in überschaubaren Grenzen. "Menschen im Hotel" kann nicht nur in Buch und Film überzeugen, auch als Hörspiel überzeugt die Geschichte, nicht zuletzt aufgrund erstklassiger sch auspielerischer Leistungen. Meine Wertung: + + + + |
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