| Mittsommermord von Henning Mankell aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt Bearbeitung: Valerie Stiegele Regie: Thomas Leutzbach WDR 2001 108 Min. (Radiofassung; 2 x 54 Min.) 115 Min. (CD-Ausgabe) ![]() Kurt Wallander: Ulrich Pleitgen Ann-Britt: Anne Weber Martinsson: Christian Körner Nyberg: Wolfgang Rüter Isa: Kathrin Bühring Louise / Larstam / Stimme: Daniel Werner Frau Hillström: Petra Redinger Wirtin: Angelika Fornell Westin: Justus Fritzsche Björklund: Bernt Hahn Ylva Brink: Michaela Kametz Lundberg: Dietrich Hollinderbäumer Sundelius: Ernst August Schepmann Polizist: Markus Gertken Lone Kjaer: Claudia Mischke Thurnberg: Jochen Kolenda Albinsson: Herbert Schäfer Strand: Udo Schenk Frau: Sabine Weithöner Mann: Ralf Komorr |
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| Teil
1: Die verkleideten Kinder Teil 2: Der blutige Schleier Karl Wallander, Kriminalkommissar im südschwedischen Ystad, fühlt sich krank und zerschlagen. Als er seinen geschätzten Kollegen Svedberg erschossen in dessen Wohnung liegen sieht, beginnen die Dinge ihm über den Kopf zu wachsen. Wer hat den Kollegen ermordet? Und warum hat der kurz vor seinem Tod auf eigene Faust nach drei Jugendlichen gesucht, die von ihren Eltern als vermisst gemeldet wurden? Die Mutter der verschwundenen Astrid Hillström ist überzeugt, dass etwas Schreckliches passiert sein muss. Ihre Tochter hatte zusammen mit ihren Freunden die Mittsommernacht feiern wollen. Niemand weiß, wo und unter welchen Umständen. Vielleicht kann das Mädchen Isa Edengren die Fäden zusammenführen. Sie sollte eigentlich bei der geheimen Mittsommernachtsfeier dabei sein. Bis sie krank wurde. Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, lebt heute als Theaterregisseur und Autor in Maputo, Mosambik und in Schweden, wo er als einer der angesehensten Schriftsteller gilt. Aber auch hierzulande führt er mit seinen Kriminalromanen um Kommissar Karl Wallander seit Jahren die Bestsellerlisten an. Bemerkungen: "Mittsommermord" gehört zu den typischen skandinavischen Krimis, ein Prototyp des Genres. Er lebt von der düsternen Stimmung, der ruhigen, aber rauen Atmosphäre und den sehr erdigen Charakteren. Mankell nutzt obendrein noch das beliebte Serienkillermotiv, das mit auffälligen Tatortmustern für Aufmerksamkeit sorgt. Das wirkt etwas abgedroschen, das tatsächliche Ergebnis straft die Papierform aber Lügen. Das liegt vor allem daran, dass dieser Krimi sehr gut erzählt wird. Es gelingt eine gelungene und Mischung zwischen Plot und Rahmenhandlung, die sehr glaubwürdig wirkt. Allein die Figuren, die nicht mehr als nötig mit Klischees versehen werden, sorgen hier schon für eine starke Inszenierung. Hinzukommt, dass diese auch noch mit tollen Sprechern besetzt sind. Ulrich Pleitgen überzeugt als Wallander, so gut, dass es auch zum anerkennenden Nicken bei eingefleischten Milberg-Fans reichen sollte. Auch die Stimmen dahinter sind exzellent besetzt, es gibt durch die Bank gute und stimmige Leistungen zu hören. "Mittsommermord" ist ein empfehlenswertes Hörspiel, sogar ein Muss für Diejenigen, die gut erzählte und atmosphärisch starke Skandinavien-Krimis mögen. Neben der Radiofassung, möchte ich aber insbesondere auf die CD-Ausgabe des hörverlages aufmerksam machen - hier gibt es sogar rund 10 Minuten mehr Spielzeit auf die Ohren! Meine Wertung: + + + + |
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