| Mörder nach dem gleichnamigen Roman von Philippe Djian Aus dem Französischen von Ulrich Hartmann Hörspielbearbeitung: Andrea Czesienski Musik: Lutz Glandien Regie: Karlheinz Liefers ![]() rbb 2005 47 Min. Patrick: Martin Engler ![]() Marc: Axel Wandtke Eileen: Angela Schanelec Jackie: Astrid Meyerfeldt ![]() Thomas: Joachim Kaps Victor: Thomas Schmidt Bilder: rbb/Hanna Lippmann Patrick - der Erzähler - deckt seinen Freund und Chef Marc, dessen Fabrik die Kleinstadt ernährt und den Fluß vergiftet. Ab und zu schläft er mit Jackie, der Frau seines anderen Freundes und Nachbarn. Eine Scheidung mit den dazugehö-rigen Depressionen liegt hinter ihm. Als der Umweltinspektor, den Marc mit Geld und Hostessensex geschmiert hat, dennoch auspacken will, eskaliert die Situati-on. Das Auftauchen der rothaarigen Irin Eileen heizt sie außerdem an. Der Inspektor landet - kurzerhand gekidnappt – im Kofferraum von Marcs Auto, und schließlich in seiner Berghütte, in der sie nach ihrem mißglückter Ausflug landen; eingeschlossen nicht nur im Wust ihrer sozialen, seelischen und sexuellen Probleme, sondern auch von einem katastrophalen Unwetter. Philippe Djian1949 in Paris geboren, besuchte eine Journalistenschule, arbeitee in zahlreichen Gelegenheitsjobs bevor er mit dem Schreben begann. Sein Roman „Bety Blue“ wurde zum Kultbuch der 8oer Jahre. „Mörder“ ist der erste Teil seiner Sainte-Bob-Trilogie, zu der als eigenständige Romane noch „Heißer Herbst“ und „Kriminelle“ gehören. Andrea Czesienski, 1956 in Berlin geboren, studierteGermanistik, arbeitete als Lektorin beim Theaterverlag Henschel SCHAUSPIEL. Neben Theaterstücken für Kinder hat siezahlreicheHörspiee für Erwachsene und Kinder geschrieben. 2001 produzierten SFB/ORB ihr Hörspiele „Kriminelle“ nach Philippe Djian, 2003 „Heißer Herbst“. Bemerkungen: Das Hörspiel beginnt recht gut und erreicht - nach einer etwas langen Einführung - ein recht spannendes Niveau. Die Geschichte um die Entführung entwickelt viel Tempo und erreicht in der Berghütte, als alle Freunde und Bekannte eingeweiht sind, ihren Höhepunkt. In den sich nun ergebenden Streitereien liegt ordentlich viel Potential. Doch dann passiert leider einfach nicht mehr viel, das Stück plätschert aus und die mühsam aufgebaute Spannung versandet. So bleibt einzig der überzeugende Mittelteil, was mir aber letztlich zu wenig ist, um diesem Hörspiel eine Empfehlung aussprechen zu können. Diese hätte zumindest das Ensemble verdient, denn die Schauspieler, die hier zum Einsatz kommen, sorgen dafür, dass die etwas eindimensionalen Charaktere zumindest in den Stimmen etwas farbiger werden und ein charakteristisches Gesicht erhalten. Leider gelingt es aber auch ihnen nicht, das Ende interessant genug zu gestalten. Leider lies mich diese Produktion in weiten Teilen ziemlich kalt. Daher kann ich dieses Hörspiel nur Fans von Djian empfehlen. Meine Wertung: + |
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