Mondvögel
von Marcel Aymé

Musik: Bernd Alois Zimmermann
Bearbeitung: Hartwig Schmidt
Regie: Hermann Schomberg
WDR 1958
81 Min.


Mit Hermann Schomberg, Gerty Soltau, Joachim Teege, Luitgard Im, Helmut Griem u.a.


Monsieur Chabert plagt sich an seiner Privatschule noch in fortgeschrittenem Alter damit, unbegabte und faule Schüler durchs Abitur zu pauken.

Lieber würde der Philosophielehrer endlich die Werke Platons lesen, über die er seit Jahrzehnten Unterricht abhält. Aber die Gattin Armandine ist mannstoll und vergnügungssüchtig, das kostet. Als sie sich sogar an Schwiegersohn Valentin heranmacht, entdeckt der „in Notwehr“ eine erstaunliche Fähigkeit: Er kann Menschen in Vögel verwandeln. Zuerst verzaubert er seine Schwiegermutter, dann einen zudringlichen Mathematiklehrer, dann Schüler, Eltern, Schulinspektoren…  das Internat wird immer mehr zu einem Vogelbauer.

Marcel Aymé war selbst ein schlechter Schüler, der lieber las als zu lernen. Seine federleichte, skurrile Komödie, für die der später berühmt gewordene Bernd Alois Zimmermann die Musik komponierte, ist auch heute noch vergnüglich anzuhören.


Marcel Aymé, 1902-1967, französischer Autor von Romanen und Novellen (u.a. „Der Mann, der durch die Wand gehen konnte“). Nach Fehlschlägen in etlichen Berufen verlegte er sich Mitte der 20er Jahre so erfolgreich aufs Schreiben, dass er bis heute einen festen Platz in der französischen Literaturgeschichte hat. Als Dramatiker gehört die  Komödie „Les oiseaux de lune“ (1955) zu seinen erfolgreichsten Stücken, das, wie viele seiner Bücher, verfilmt wurde (in Deutschland 1963 von Peter Zadek, mit Klaus Kinski als Valentin).

 
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