| Mord am See Von Keigo Higashino aus dem Japanischen von Katja Busson Bearbeitung: Stefan Ripplinger Regie: Jörg Schlüter WDR 2004 53 Min. Mit Maximilian Hilbrand, Michaela Breit, Michael Evers, Therese Hämer, Volker Risch u. a. Art Director Namikis Ehe mit der attraktiven Minako ist zerrüttet. Deshalb fühlt er sich ziemlich deplatziert im Feriencamp, in dem Minako und drei befreundete Ehepaare ihre Kinder für die Aufnahmeprüfung an einer Eliteschule büffeln lassen. Doch als ihm seine Frau eröffnet, sie habe seiner plötzlich im Camp aufgetauchten Geliebten den Schädel eingeschlagen, und alle bereits eifrig damit beschäftigt sind, diese Bluttat zu vertuschen, gehört auch er zur großen Familie. Ein Thriller über die Mentalität einer Leistungsgesellschaft, die keine moralischen Grenzen kennt. Keigo Higashino, geboren 1958 in Osaka, studierte Elektrotechnik. Seit 1985 arbeitet er als freier Schriftsteller. Er gehört zu den erfolgreichsten Krimi-Autoren in Japan. Mehrere seiner Romane wurden verfilmt. |
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| Bemerkungen: Eine Eliteschule, Eltern, die für die Karriere ihrer Kinder alles tun und ein Mord, der nicht ans Licht kommen darf. Keigo Higashino zeigt Japan von einer hässlichen Seite, einer Leistungsgesellschaft, die im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht. Lässt man sich vom typischen Japanklischee nicht einlullen, ist der Plot, trotz guter Konstruktion, schnell zu durchschauen. Aber gewisse Details bleiben doch auch bis zum Ende im Dunkeln. Damit schafft man, dass es spannend und unterhaltsam bleibt. Die Umsetzung ist sehr sachlich auf den Fall bezogen. Man verzichtet darauf, hier eine großartige Klischeeinszenierung zu veranstalten und reduziert den Anteil japanischen Flairs auf das unumgängliche Minimum. Ein ordentlicher und recht origineller Krimi, der das Einschalten durchaus lohnt! Meine Wertung: + + + |
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