Mord im Opernhaus
     
Ein Kriminalfall aus dem Jahr 1963
Von Karl Bogner
Regie: Karl Bogner
BR 1973


Weinwurm: Gustl Weishappel
Polizeirat: Alfred Schwetz
1. Kommissär: Walter Schmidinger
2. Kommissär: Willy Berling
sowie Egbert Greifeneder, Karl Schaidler, Alexander Malachovsky, Harry Kupetz, Oskar Weber und andere


In der Wiener Oper wird eine Ballettschülerin aufgefunden. Tot. Mit zahlreichen Messerstichen ermordet. Im Sicherheitsbüro laufen die Ermittlungen an. Kannte der Mörder sein Opfer? War er ein Angestellter des Hauses? Eine groß angelegte Fahndungsaktion wird gestartet, ganze 150 Kriminalbeamte sind mit der Aufklärung des Mordes beschäftigt. Die fieberhafte Suche nach dem "Opernmörder" jedoch bleibt ohne Erfolg. Drei Monate später macht eine Reihe von Überfällen auf Frauen Schlagzeilen. An verschiedenen Orten der Wiener Innenstadt werden sie von einem Mann mit dem Messer attackiert. Die Beschreibungen des Täters sind ungenau. Was ist das für ein Mensch, der ohne erkennbares Motiv auf seine Opfer losgeht? Ein Triebtäter, ein pathologischer Frauenhasser? Und vor allem: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Messerstecher und dem "Opernmörder"? Karl Bogner zeichnet in seinem Hörspiel "Mord im Opernhaus" die wahre Geschichte eines spektakulären Verbrechens aus den Akten des Wiener Sicherheitsbüros nach.


Bemerkungen:

Eine Art "Stahlnetz" fürs Ohr. Karl Bogner erzählt einen wahren Kriminalfall, der im Jahr 1963 Wien erschütterte. Er orientiert sich dabei an den bekannten Fakten und setzt diese sowohl mit Mitteln der Dokumentation, hauptsächlich aber des Kriminalhörspiels um. Heraus kommt ein Hörspiel, das klingt, als sei es bei "Aktenzeichen XY" entsprungen, habe aber die Auflösung gleich mitgebracht.

Sehr sachlich und nüchtern werden die Dialoge auf den Fall bezogen. Raum für Geplänkel gibt es hier nicht. Dazu kommt, dass es nur die reine Ermittlerperspektive gibt, Nebenszenen exisiteren nicht.

So wie der Inhalt, so ist auch die Umsetzung. Ohne Sperenzien werden die klaren Charaktere hier eingesetzt. Das wirkt authentisch, sorgt allerdings nicht für einen bleibenden Höreindruck.


"Mord im Opernhaus" zieht das Hörinteresse aus dem realen Fall, der hier recht stimmig als Hörspiel abgebildet wird. Entsprechend dem "echten" Hintergrund ist es nur inhaltlich spektakulär und setzt in der Darstellung eher auf Sachlichkeit.

Meine Wertung: + + +

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