Musikgeschichten: Robert Schumann: "Von wilden Reitern und Träumereien"

von Cornelia Ferstl
 Ton und Technik: Winfried Messmer und Daniela Röder
Regieassistenz: Frank Halbach
Regie: Eva Demmelhuber
Redaktion: Leonhard Huber und Bernhard Jugel

BR-KLASSIK/Igel Records 2010
48 Min.

 


Mit Nico Holonics, Ulrike Arnold, Florian Decker, Mira Dietl, Andreas Neumann, Stefan Wilkening, Stefan Murr, Klaus Münster, Thomas Loibl, Stefan Wilkening und Ludwig Auwald


Clara Schumann ist die Vermittlerin vieler kleiner Episoden aus ihrem Leben mit dem Komponisten Robert Schumann. Diese kleinen Geschichten erzählt sie in einer abendlichen Klavierstunde, in der sie ihre Kinder selbst unterrichtet. So wird die Klavierstunde auch zu einer fantastischen Tastenreise in die Kompositionen Schumanns. Denn Alles, was Robert Schumann sah, las, oder erlebte, wurde in seinem Kopf sogleich zu Musik: Seien es die bewegende Strömung des Rheins oder ein kleiner Reiter auf dem Steckenpferd, der wild durch die Stube galoppiert. Szenen aus dem Familienleben als auch aus der Konzert- und Orchesterwelt zeigen dabei einen nachdenklichen, verträumten Robert Schumann, der in der Welt der Fantasie ebenso zuhause war wie in der Realität. Ein musikalischer Poet und großartiger Träumer zwischen Himmel und Erde, der am liebsten mit seiner Clara eines Tages von Stern zu Stern fliegen und auf die Erde sehen wollte.


Bemerkungen:

Diesmal geht es bei den Musikgeschichten etwas schwermütiger zu. Robert Schumanns Leben steht im Mittelpunkt. Es wird rückblickend von seiner Witwe, Clara Schumann, erzählt, die wichtige Stationen und Momente seines Lebens, ihren Kindern - und damit auch den Hörern - schildert. Diese Gespräche ergeben sich im Rahmen des Klavierunterrichts. Clara erklärt hier, welche Besonderheiten die Kompositionen Robert Schumanns haben, wie die Verbindung zwischen der Fantasywelt und der Musik des Komponisten funktioniert und welche Bezüge sie zu seiner Vita haben.

Hier wird in der gewohnt unterhaltsamen Art sehr viel Wissenswertes versteckt. Insoweit ist dies die bislang stärkste Folge der Reihe. Allerdings ist der Unterhaltungswert entsprechend etwas reduzierter als gewohnt.

Die Umsetzung ist auch hier wieder gelungen, man bindet viel Musik in die Geschichte ein und überzeugt mit einem gewohnt guten Ensemble.


Auch wenn diese Folge nicht so ganz leichtgängig erzählt werden kann, kann sich das Ergebnis insgesamt durchaus hören lassen. Hier liegt diesmal mehr Gewicht auf der Wissensvermittlung, trotzdem bleibt es unterhaltsam und wirkt zu keinem Zeitpunkt zu trocken.


Meine Wertung: + + +

 
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