Nachtlicht

Von Thomas Fritz
Regie: Frank Erich Hübner
Ton: Jonas Bergler
WDR 2006
53 Min.


Sander: Winfried Glatzeder
Brandt: Ralf Schermuly
Luc: Anna Thalbach
Jacobi: Wolfgang Condrus
Schlesinger: Klaus Herm
Labuda: Aykut Kayacik
Nowak: Marc Bischoff
Mariella: Marina Weis-Burgaslieva
Franke: Steffen Scheumann



Auf dem Parkplatz vor einer Diskothek werden die Leichen der beiden Zuhälter Nowak und Labuda entdeckt, beide aus nächster Nähe erschossen, offenbar aus einer russischen Pistole, die am Tatort gefunden wird. Eine russische Prostituierte gesteht, dass ihr Bruder die beiden ermordet hat, aber diese Lösung erscheint Kommissar Sander zu einfach. Er ermittelt in eine andere Richtung: Der Rechtsanwalt Joachim Brandt hatte Kontakt zur Freundin der Prostituierten, einer gewissen Luc. Brandt war ein angesehener Rechtsanwalt. Nach dem Tod seiner Frau hatte er die Arbeit in der Kanzlei aufgegeben, nach 36 Jahren. Nun ist Brandt verschwunden, man vermutet ihn in London.


Bemerkungen:

thomas Fritz legt hier ein Hörspiel  vor, das bekannte Krimistandards bietet. Er konstruiert eine zwar letztendlich schlüssige Geschichte, die allerdings etwas darunter leidet, dass die einzelnen Wendungen zu reibungslos von den Ermittlern nachvollzogen werden; An den entscheidenden Stellen beweist Kommissar Sander zu einfach stets das richtige Näschen.

Die Inszenierung ist gelungen. Das gute Ensemble, in dem mir  Ralf Schermuly besonders aufgefallen ist, spielt die Rollen glaubwürdig. Allerdings bieten die doch eher einfachen, stereotypien Charaktere auch keine sonderlich großn Herausforderungen.


Ein solides Kriminalhörspiel, das eine Radiostunde ordentliche Unterhaltung bieten kann.

Meine Wertung: + +

 
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