| Olga La Fong |
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Autor: |
Eugen Egner |
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Produktion: |
WDR 2008 |
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Regie: |
Annette Berger |
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Länge: |
49 Min. |
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Mitwirkende: |
Matthias Matschke, Susanne Jansen,
Rene Heinersdorff, Traugott Buhre, Klaus Herm, Thomas Nicolai, Matthias
Ponnier, Siemen Rühaak, Mark Oliver Bögel, Klaus-Dieter Klausnitzer,
Ulrich Marx, Jochen Langner, Mira Partecke, Lars Schmidtke, Susanne
Reuter, Dustin Semmelrogge u. a.

Susanne Jansen; Bild: WDR/Sibylle Anneck |
Inhalt: |
"Fotografieren Sie die Seriennummer
auf der Unterseite von Olga La Fong!" Es gibt gewiss leichtere
Arbeitsaufträge. Zumal man nie wissen kann, ob die
Telekommunikationsfirma den Telefonanschluss nicht hinterrücks lahmlegt
hat. Und wenn sich zur Unerbittlichkeit der Arbeitswelt in Form des
Foto-Auftrags noch der Terror der Massenmedien in Form von dichtenden
Schaffnern gesellt, ist die Katastrophe schnell perfekt. Selbst mit
einer Reichs-Lochkamera und einem Andersen-Schürfbock ausgestattet wird
es unter diesen Umständen höchst schwierig, Olga La Fongs Seriennummer
abzulichten. Als schließlich zu allem Überfluss die Texas Rangers
folgenschwer ins Zeitgefüge eingreifen, kann nur noch die Staatsmacht
helfen. Doch auch die versagt. Polizisten, die an nichts anderem
interessiert sind als der Produktion infernalischen Lärms, können den
Bürger nicht mehr schützen.
Eugen Egner, geboren 1951,
preisgekrönter Meister des Grotesken (Kasseler Literaturpreis für
grotesken Humor 2003), lebt in Wuppertal, wo er abgründige Geschichten
und Zeichnungen anfertigt, u. a. für die Zeitschrift Titanic. Für den
WDR schrieb er bereits mehrere Hörspiele, zuletzt das Manuskript zu der
5.1.-Produktion "Shuk" (2008). |
Bemerkungen: |
"Olga la Fong" ist ein Hörspiel, das
nicht sofort den Hörer packt und in seinen Bann zieht. Dazu braucht es
schon ein paar Minuten der Gewöhnung, zumindest für die, die bislang
von Autor Eugen Egner noch nichts vernommen haben. Denn "Olga la Fong"
hat einen ganz eigenen Stil. Ist man aber über die Phase der ersten
Verwunderung hinaus, dann nimmt einen Egner mit auf eine äußerst
unterhaltsame Reise, und man lauscht gebannt und fiebert mit, ob es
denn wohl gelingen wird, die Seriennummer auf der Unterseite von Olga
la Fong mit der Reichslochkamera zu fotografieren. Ein Mix aus
herrlichen Elementen, die, wie es sich für ein ordentliches Humorgefüge
gehört, gerne auch immer wiederkehren.
Ein Mix aus großen,
altbekannten Sprechern und jungen, frischen Stimmen sorgt für den
passenden Klang. Der Humor wirkt, weil man nicht lustig klingen will.
Hier und da unterläuft ein Sprecher dies etwas, was aber den guten
Gesamteindruck kaum schmälert, sondern als eigene Facette vertretbar
bliebt.
Eines der ungewöhnlichsten, aber auch eines der
unterhaltsamsten Hörspiele, das ich in diesem Jahr gehört habe. "Olga
la Fong" ist ein Muss für alle, die sich von Skurrilitäten nicht
zurückschrecken lassen. |
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