| Onkel Binnu
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Autor: |
Roberto Mistretta |
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Produktion: |
WDR 2009 |
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Regie: |
Felix Partenzi |
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Länge: |
51 Min. |
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Mitwirkende: |
Vadim Glowna, Toni Arjeton Osmani, Andreas Grothgar, Maja Schöne, Hansjoachim Krietsch u. a.
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Inhalt: |
Mafia-Boss Bernardo „Binnu“ Provenzano
wurde 2006 am Tag vor den Parlamentswahlen nach jahrzehntelangem Leben
im Untergrund verhaftet. Einige Jahre zuvor hatte sich Provenzano in
einem Krankenhaus in Marseille einer Prostataoperation unterzogen und
war dabei der Polizei nur knapp entkommen. Ein von Provenzano
konsultierter Urologe, ebenfalls Sizilianer, wurde kurz darauf in
seiner Praxis tot aufgefunden. Nicht nur die Eltern des Arztes hatten
Zweifel an der offiziellen Version: Selbstmord. Mistretta erzählt
die Dokufiktion aus der Perspektive eines Schafhirten aus der
Mafiahochburg Corleone.
Roberto Mistretta, Jahrgang 1963, lebt in Sizilien, nicht weit von der
berühmten Mafiazentrale Corleone entfernt. Mistretta ist
Journalist, hat einige zum Teil prämierte Kinderbücher
veröffentlicht sowie eine auch auf Deutsch erschienene Krimireihe
um den sizilianischen Carabiniere Saverio.
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Bemerkungen:
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Eine Geschichte die
das Leben schrieb. Die Jagd und anschließende Verhaftung "Onkel
Binnus" beruht auf Tatsachen. Das macht das Hörspiel zum einen
etwas interessant, erklärt aber vielleicht auch ein wenig, warum
diese Geschichte - zumindest im Vergleich zu fiktiven Stoffen - eher
unspektakulär wirkt.
Die Produktion zieht die diversen Beteiligten und deren Sichtweisen auf
den Fall "Binnu" mit ein. Man verzichtet hier aber weitestgehend
darauf, dies dramaturgisch gefällig aufzuarbeiten.
So wirkt das Ganze ein wenig spröde, woran auch die guten Sprecherleistungen nur wenig ändern.
Sicherlich muss man eine reale Geschichte nicht mit
Spannungsbögen künstlich aufzublähen, andererseits
müsste man ja auch nicht eine reale Geschichte in einen fiktiven
Rahmen pressen. Egal wie, letztlich gelingt der Spagat nicht ganz. Aus
der interessanten Geschichte wird leider nur ein mäßig
interessantes Hörspiel. |
Toni Arjeton Osmani & Vadim Glowna
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