Opfer des Verkehrs
  Autor: Friedrich Bestenreiner
  Produktion: DRS 2009
Regie: Karin Berry
  Länge: 49 Min.

Mitwirkende:

Klaus Degenhardt (Erzähler), André Jung (Jacques Daud, Anwalt), Annemarie Kuster (Louise Daud, seine Frau), Gabriela Steinmann (Helene Kastner, seine Geliebte), Yves Räber (Croupier), Christian Intorp (Herr, Spieler), Siggi Schwientek (Eugène Font, Handelsvertreter), Isabelle Menke (Leonie Font, seine Frau), Norbert Schwientek (Richter), Peter Kner (Arzt), Gottfried Breitfuss (Bressac), Yves Räber (Beamter), Michael Luisier (Pfarrer)

Inhalt:

Am Anfang war da ein Zeitungsbericht über einen ungewöhnlichen Versicherungsbetrug.
Opfer war eine einfache Frau, Leonie Font. Zuerst wurde sie von einem Laster angefahren, dann von dem Ehepaar Louis und Jaques Daud zu einem raffinierten Spiel mit der Versicherung verführt. 


Bemerkungen:

Friedrich Bestenreiner baut auf einer tatsächlichen Gegebenheit ein Hörspiel, in dem sich viele "Verkehrsopfer" begegnen. Die meisten davon entstammen dem Beziehungsverkehr untereinander. Bestenreiner greift diese Doppeldeutigkeit auf und schildert eine per se interessante Konstellation, die allerdings dem Motto "Nichts ist spannender als die Wirklichkeit" kaum Argumente liefert. Richtig packend ist das Gehörte hier nicht, bestenfalls bedingt interessant.

Die Bezüge der Figuren untereinander sind zu sehr auf die Grundidee hin konstruiert, so dass die Geschichte insgesamt ein wenig zu sehr gebogen ist und letztlich die Nachhaltigkeit etwas leidet.

Auch die Umsetzung stellt mich nicht ganz zufrieden - Erstklassige schauspielerische Leistungen stehen hier zum Teil etwas albernen Soundeffekten und Geräuschen gegenüber. Auch wenn Letztere nur gelegentlich eingesetzt werden, stören sie doch das Gesamtbild.

Die gute Grundidee reicht bei Weitem nicht, das Hörspiel zu einer empfehlenswerten Produktion zu machen. Es fehlt dem Ganzen der letzte Pfiff, der die Wertung aus dem Bereich des Durchschnittlichen reißen könnte.
   
Meine Wertung: +
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