| Ostsee Von Julian Doepp Komposition: Tarwater Realistion: Julian Doepp BR 2010 53 Min. Jakob: Tino Mewes Yael: Katharina Rivilis Hiztory: Tonio Arango Bloch: Bernhard Schütz Trisha: Manon Kahle Ein kalter Februar. Ein Kongress über "Virtuelle Gemeinschaften" in einer Universitätsstadt nahe der Ostsee. Der Doktorand Jakob fühlt sich fehl am Platze. Von seinem Professor wird er als technischer Assistent abgestellt, den Glauben an seine Dissertation hat er längst verloren. Doch nach einem der Vorträge bittet Yael, eine junge Dozentin, ihn um Hilfe. Ein Freund ist verschwunden. Der Videospiel-Designer Hiztory, den sie im Netz kennenlernte, hat seine virtuelle Identität gelöscht. Die einzige Chance, ihn zu finden, besteht in einer von Jakob entwickelten Suchmaschine: ein Programm, das Texte im Internet stilistisch vergleicht und dadurch den Autor aufspüren kann. Die Chats und Mails, mit denen Jakob die Suchmaschine füttert, sind Bestandteile einer zerrissenen Liebesgeschichte. Sie berichten von digitaler Keuschheit, von der Angst vor der Wirklichkeit und von Yaels Plänen für ein Computerspiel, dessen Ziel ein guter Tod ist. Und er erfährt, dass Hiztory kurz vor seinem Verschwinden von Selbstmord sprach. Als Yael und Jakob eine Nacht miteinander verbringen, nimmt eine elektronisch vermittelte Dreiecksbeziehung ihren Lauf. Bemerkungen: Julian Doepp skizziert hier eine sehr interessante Geschichte über die Liebe und Beziehungen in der virtuellen Welt; eine Dreiecksgeschichte voller Tragik und Verlorenheit. Dabei bleibt die Verbindung zwichen Yael und Jakob, die hier im Fokus steht, in der realen Welt, sie vermittelt sich aber über die unglückliche Episode zwischen Yael und Hiztory, die sich ausschließlich im Web abgespielt hat. Interessant ist diese Geschichte weniger durch die detektivische Suche nach dem verschollenen Videospiel-Designer, sondern vielmehr durch die Entwicklung der Beziehung zwischen Yael und Jakob, die allerdigngs stets vom jeweiligen Stand der Ermittlungen geprägt wird. An dieser Produktion fesselt insbesondere die gelungene Atmosphäre, die durch das sehr emotionale Spiel der Akteure und die gelungenen akustischen Kulissen geprägt ist. Eine originelle und gut erzählte Geschichte. Davon darf es gerne mehr geben... Meine Wertung: + + + + |
||
![]() |
||