Passion

nach dem Roman »Die Karwoche« von Jerzy Andrzejewski
aus dem Polnischen von Renate Lachmann

Hörspielbearbeitung: Winfried Roth
Regie: Claude Pierre Salmony
DRS 1993
58 Min.


Mit Michaela Steiger, Désirée Meiser, Michael Wittenborn, Jürgen Cziesla, Doris Wolters u. a.


Aufstand im Warschauer Ghetto, 19. April 1943: eine militärisch aussichtslose Aktion, doch immerhin ein mutiger Widerstandsversuch der Juden gegen die Nazis. Vor diesem Hintergrund gewähren der polnische Architekt Jan Malecki und seine schwangere Frau Anna der Jüdin Irena, Jans früherer Freundin, zögernd Asyl. Jans Furcht vor einer Entdeckung und den Konsequenzen seiner Tat steigert sich von Tag zu Tag – und das hat Folgen.


Jerzy Andrzejewski (1909-1983) geboren und gestorben in Warschau. Arbeitete nach dem Studium zunächst als Redakteur einer konservativen Zeitung und veröffentlichte in den 1930er Jahren erste Bücher, die seine tiefkatholischen Überzeugungen spiegeln. 1939, nach dem Angriff Nazideutschlands auf Polen, ging er in den Widerstand. »Die Karwoche« veröffentlichte er unmittelbar nach dem Krieg. Sein großer Roman »Asche und Diamant« (1948) machte ihn international bekannt. 1949 trat er in die Kommunistische Partei ein und war von 1952-57 Parlamentsabgeordneter, bis er demonstrativ aus der Partei austrat. Er protestierte gegen die Repressalien, denen Künstler und Intellektuelle ausgesetzt waren.


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