| Polar von Albert Ostermaier Regie: Ulrich Lampen Musik: Hans Platzgumer hr 2006 59 Min. Mit Peter Matic, Wolfgang Michael, Nina Kunzendorf und Wolfram Koch. Es gibt Augenblicke, Gesten, die zielen auf Ewigkeit. In ihnen kristallisiert sich Essentielles. Ihre bevorzugte Bühne ist das Kino. Und zuweilen leben von diesen Stilisierungen ganze Filme. Albert Ostermaiers Gedichtzyklus »Polar« ist inspiriert vom »film policier«, dem französischen Kriminalfilm vor allem der späten fünfziger Jahre bis hin zu den 70ern. So wie dieser aus dem amerikanischen Gangsterfilm der dreißiger und vierziger Jahre hervorging, der seinerseits wiederum ästhetisches Resultat des expressionistischen Stummfilms war, so sind Ostermaiers Gedichte ebenfalls schichtartige Ablagerungen aus wiederholt Gesehenem und Erinnertem. Es sind poetische Nachschriften, die in einer Art innerer Befragung die jeweiligen Stimmungen und Atmosphären, Augenblicke und Gesten festzuhalten und zu verlängern suchen. Es geht um nasse Straßen in der Nacht, um Warten im Regen, das Rauchen einer Zigarette, es geht um Freundschaft und Verrat, vor allem aber geht es um: die Liebe. Albert Ostermaier, geboren 1967, Lyriker, Dramatiker, lebt in München. |
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