Popcorn
  Autor: Ben Elton
  Produktion: WDR 1999
Bearbeitung und Regie: Thomas Leutzbach
  Länge: 58 Min.

Mitwirkende:

Arne Elsholtz, Regine Vergeen, Janina Sachau, Oliver Brod, Nina Weniger, Jochen Kolenda, Myriam Gurland, Walter Gontermann, u.a.

Inhalt:

 Wayne und Scout haben 53-mal "Ordinary Americans" gesehen und nur einmal den Popcorn-Verkäufer an der Kinokasse erschossen. Seitdem reisen sie durch die USA, lieben sich und bringen Zimmermädchen und Supermarktcrews um. "Blut, Liebe, Ruhm" heißt ihr Credo. Wegen des Ruhms möchten sie gerne ins Fernsehen oder auf die Kinoleinwand. Sie bewundern Bruce Delamitri.

Bruce Delamitri ist Regisseur, und die Branche liegt ihm zu Füßen. Allerdings sind seine Filme nicht unumstritten. Manch zartbesaitetem Zuschauer sind sie zu gewalttätig. Trotzdem: Für seinen jüngsten Film wird Delamitri mit dem Oscar belohnt. In der Nacht der Preisverleihung wird seine Frau ermordet - von zwei jungen Killern, die sich auf das Vorbild seiner Filme berufen. Und plötzlich muss der Regisseur erleben, wie aus seiner Phantasie ein ganz realer Alptraum wird ... 

Bemerkungen:

Eine bitterböse Geschichte erzählt uns Ben Elton in "Popcorn". In diesem sehr leicht und beschwingt erzählten Stück hagelt es nicht nur Medien- sondern vor allem auch Gesellschaftskritik.
Auch wenn hier viel mit Augenzwinkern vorgetragen wird, steckt im Endeffekt sehr viel Ernsthaftigkeit in der Geschichte. Man schafft so über Unterhaltungswert die Botschaft zu transportieren.

Getragen wird das Ganze von einem gut agierenden Ensemble, dem es gelingt, den Humor der Vorlage weiterzugeben, ohne ihn dabei ins Alberne oder Abstruse kippen zu lassen.

Eine sehr gut gelungene, rabenschwarze Kommödie, bei der das Einschalten auf jeden Fall lohnt!
   
Meine Wertung: + + + +
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