| Pränatale Erben |
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Autor: |
Christian Hussel |
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Produktion: |
SWR 2007 |
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Regie: |
Ulrich Lampen |
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Musik: |
Jens-Uwe Bartholomäus |
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Länge: |
53 Min. |
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Mitwirkende: |
Katha Dorst: Nina Kunzendorf
Doktor Scherenschleifer: Hannes Hellmann
Sam
Unterweger: Bernhard Schütz
Samatha: Constanze Weinig
Bernhard Baier, Mark
Oliver Bögel, Larissa Iwlewa, Katharina Palm

Nina Kunzendorf und Bernhard Schütz; Bild: SWR/Monika Maier
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Inhalt: |
Kommissarin Katja Dorst soll den Mord an der Rumänin Elena aufklären, die mit
aufgeschnittenem Bauch gefunden wird. Nach der Untersuchung durch den
Gerichtsmediziner Scherenschleifer zeigt sich, dass ihr nicht nur eine Niere
gestohlen, sondern auch ein Embryo entnommen wurde. Ein spektakulärer Fall
entfaltet sich. Bei den Recherchen, die Katja Dorst mit Hilfe des auf Organraub
spezialisierten Journalisten Unterweger durchführt, stößt sie auf Elenas
Freundin Maria, die verrät, dass das Opfer illegal als Leihmutter engagiert war.
Die Samenspende für die künstliche Schwangerschaft stammte ausgerechnet von dem
neureichen Popsänger Rocco, der nach einem Motorradunfall im Koma liegt. Während
Rocco schweigt, entfalten sich die Hintergründe eines Erbschaftsstreits, der an
grotesker Komik nichts zu wünschen übrig lässt. Eine kriminell geistreiche
Zukunftssatire - untermalt von den chartverdächtigen Hits von Rocco! |
Bemerkungen: |
Christian Hussel packt in seinen Krimi ein brisantes
Thema an. So, wie es sich für Krimis neueren Datums
gehört, sind aktuelle Bezüge vorhanden und daraus werden
düstere Szenarien abgeleitet. Die Geschichte ist insgesamt sehr -
sogar etwas zu - rund und schlüssig. Sie lebt von vielen
Klischees und letztlich auch von merkwürdigen Verbindungen der
Figuren untereinander.
Ein interessanter Farbtupfer sind die eingesetzten Musikstücke,
die dem Chartdunstkreis des Sängers Rocco entlehnt sind. Zwar
haben diese nicht alle Ohrwurmqualitäten, passen aber sehr
gut in die Handlung.
Bei den Sprechern gibt es ein für eine Radioproduktion
übliches solides Team. Alle Darsteller sind in der Lage, die
Charaktere ihrer Figuren glaubhaft zu transportieren.
"Pränatele Erben" ist ein solider Krimi mit guten und kritischen
Ansätzen. Leider übertreibt man ein wenig und macht die
Geschichteetwas zu rund, so dass ein leicht schales Gefühl
zurückbleibt. Eine etwas sperrigere Geschichte hätte hier zum
Thema vielleicht besser gepasst.
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