Prinz Friedrich von Homburg
Von Heinrich von Kleist
Bearbeitung und Regie Otto Kurth
Produktion BR 1958
Prinz Friedrich von Homburg, verführt durch Träume von Ruhm,
Glück und Liebe, verstößt in jugendlichem
Überschwang während einer Schlacht gegen den
militärischen Gehorsam und wird dafür zum Tode verurteilt.
Als er um Gnade fleht, soll er sein eigener Richter sein. Er erkennt,
dass er die Gemeinschaft aus persönlichem Ehrgeiz und Ruhmsucht
gefährdet hat. Der Prinz begreift seine Verantwortung für das
Ganze der Gesellschaft, und der Kurfürst gibt der Jugend und der
Liebe ihr Recht, anstatt dem unabdingbaren preußischen Gehorsam.
Kleists Spiel um das Verhältnis zwischen Individuum und
Gesellschaft zeigt, sogar mit leisem Humor, einen untypischen,
empfindsamen und ängstlichen Helden. Darum lehnten vor allem die
Preußen das Stück zu Beginn des kriegerischen 19.
Jahrhunderts ab.
Heinrich von Kleist (1777-1811) stammte aus einer alten
preußischen Offiziersfamilie und wurde zunächst Soldat, nahm
dann aber 1799 seinen Abschied (als Leutnant), um zu studieren. Sein
kurzes, unstetes Leben war von selbstquälerischen Zweifeln an
seiner dichterischen Berufung geprägt, die ihn schließlich
in den Selbstmord trieben.
Kurfürst Friedrich Wilhelm Erich Ziegel
Kurfürstin Miriam Ziegel-Horwitz
Prinzessin Natalie Christiane Felsmann
Feldmarschall Dörfling Ernst Stahl-Nachbaur
Prinz Friedrich von Homburg Hans Quest
Obrist Kottwitz Rudolf Reiff
Hennings Ulrich Folkmar
Graf Truchs Horst Raspe
Graf von Hohenzollern Ernst Schlott
Strantz Otto Arneth
Rittmeister von der Götz Adolf Ziegler
Graf Georg von Sparn Klaus W. Krause
u.v.a.