| Probezeit |
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Autor: |
Frank Naumann |
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Produktion: |
WDR 2006 |
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Regie: |
Thomas Leutzbach |
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Länge: |
47 Min. |
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Mitwirkende: |
Neuhaus / Ein neuer Mitarbeiter: Anian Zollner

Bild: WDR / S. Anneck
Irina Battabatora: Patricia
Harrison
Rothgänger: Ulrich Gebauer
Dr. Winkler: Bodo Primus
Burow:
Christian Redl
Prof. Hoffmeister: Ernst August Schepmann
Empfangsdame:
Doris Plenert
Jugendliche 1: Melanie Vollmer
Jugendlicher 2: Ozan
Yildirancan
Jugendliche 3: Annette Müller
Jugendlicher 4: Markus
Kloster
Jugendlicher 5: Alexis Schvartzman
Jugendlicher 6: Stefan Aretz
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Inhalt: |
Klaus-Dieter Neuhaus hat es geschafft. Er hat eine Anstellung als
Server-Programmierer gefunden und soll den Online-Warenkorb seiner neuen Firma
"Montara Incorporated" sanieren. Kein Problem für Neuhaus, denn schließlich ist
er aus einer Fülle von Bewerbern als Bester hervorgegangen und kann sich auf
seine Spezialkenntnisse in PHP, ASP, Java, SAP und Oracle voll verlassen. Am
ersten Tag seiner Probezeit kommen ihm allerdings Zweifel: Man erwartet von ihm,
dass er sich um die Frühstücksbrötchen der Kollegen kümmert. Auch einen
Computer, sein wichtigstes Arbeitsgerät, sucht er vergebens. Neuhaus wird
stutzig.
Frank Naumann, geboren 1956 in Leipzig, studierte
Philosophie und war wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität in
Berlin. Er hat mehrere Romane und Sachbücher veröffentlicht. Derzeit lebt und
arbeitet er in Berlin als Kommunikationspsychologe. Hörspiele u.a. "Solo für
eine letzte Geige" (WDR 94), "Rifkin & Co" (WDR 96) und "Siesta für
Sisyphos" (RBB 04). |
Bemerkungen: |
Das Hörspiel um den neuen Mitarbeiter Neuhaus,
dessen ersten Tagen wir bei "Montara Incorporated" erleben dürfen,
gibt komprimiert den alltäglichen Arbeitswahnsinn wieder, dem kaum
jemand - insbesondere in größeren Firmen - entweichen
kann. Sicherlich ist das alles überspitzt und ziemlich abstrus
dargestellt, trotzdem kann man sich das ein oder andere wissende Nicken
nicht verkneifen.
So darf der Hörer sich auf eine richtig rasante Geschichte mit allerlei Abstrusitäten freuen.
Leider kennt das Stück allerdings keine Bremse und überdreht
gegen Ende hin ein wenig und so wirkt der abrupte Wechsel gegen Ende
hin etwas zu aufgesetzt und zieht den Hörspaß ein wenig nach
unten.
Die Inszenierung ist bis zu diesem Punkt auch sehr gut. Auch wenn hier
mit Anian Zollner ein relativ unbeschriebenes Blatt in der Hauptrolle
agiert, löst er diese Aufgabe auch inmitten der großen
Sprecherurgesteine sehr gut. Man nimmt dem gesamten Ensemble trotz des
grotesken Inhalts die Rollen durchaus ab.
Wer sich über täglichen Wahnsinn in den Büros dieser
Welt aufregt, sollte dieses Stück durchaus zur Entspannung mal
hören.
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