- Gewehr bei
Fuß |
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Autor: |
Erhard Schmied |
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Produktion: |
SR 2008 |
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Regie: |
Stefan Dutt |
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Musik: |
Claas Willeke |
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Länge: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Hauptkommissar Michel Paque: André Jung
Hauptkommissarin Kathrin Krämer: Marie-Lou Sellem
Thomas Betke: Guntram Brattia
Norbert Gessner: Elmar Roloff
Dorothea Funk: Chris Pichler
Anna Funk: Ulrike Bliefert
Didier Laval: Martin Graf
u.a. |
Inhalt: |
Kathrin Krämer und Michel Paquet sind
Hauptkommissare in Saarlouis, der "heimlichen Hauptstadt" des
Saarlandes. Ihr aktueller Fall führt sie in die Laubenkolonie
der stillgelegten Grube Zellersweiler. Die Schrebergärten
sollen eingeebnet werden, damit Parkplätze für das
zum Kulturzentrum umgebaute Grubengebäude entstehen
können. Da wird Norbert Gessner, früher Bergmann in
Zellersweiler und passionierter Schrebergärtner, ermordet in
seiner Laube aufgefunden. Am Vortag noch hatte Gessner den Direktor des
neuen Kulturzentrums massiv unter Druck gesetzt, um die Kolonie zu
retten. In der Wohnung des Toten finden Kommissarin Krämer und
ihr Kollege Paquet zahlreiche Militaria aus dem Krieg von 1870/71, die
in der saarländischen Grenzregion zu Lothringen heute noch zu
finden sind. Offenkundig war unter Gessners Säbeln und
Pistolen auch eine wertvolle Schatulle aus dem 19. Jahrhundert, wie die
Kommissare vom rechtsextremen Franzosen Laval erfahren. Paquet und
Krämer haben Laval nämlich in Gessners Wohnung beim
Herumschnüffeln erwischt, sie ermitteln in Richtung Raubmord
und Erpressung. Vorerst.... |
Bemerkungen:
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"Gewehr bei Fuß" ist der erste
Radiotatort des
SR. Er stammt aus der Feder von Erhard Schmied, der bereits mehr als 50
Hörspiele für den Rundfunk erstellt hat.
Diese Krimierfahrung spiegelt sich in der Geschichte wieder. Sie bietet
einige interessante Ermittlungsrichtungen, die sich zum Teil auch erst
im Laufe des Stückes eröffnen, die entsprechenden
Alternativen bleiben lange offen und so hält sich das
Hörinteresse lange recht weit oben.
Die einzelnen Szenen sind mit passenden Hintergrundgeräuschen
hinterlegt, in einigen wenigen Sequenzen auch zusätzlich mit
Musik- bzw. Soundstücken, die die Atmosphäre ein
wenig
stützen sollen.
Einzelne Übergänge finden aber meist ohne
Musik durch
ein
Hervorheben der Geräuschkulisse statt. Auch wenn die Szenen
chronologisch aufeinander folgen, wirkt es etwas gestückelt.
Dazu kommt, dass die Sprecher ein wenig zu
statisch vor der Kulisse agieren. Hier und da findet zwar ein
räumliches Spielen statt, es gibt aber auch Fälle, wo
dies
wenig hörbar wird.
Leider gibt es auch Dialoge, die ein wenig künstlich wirken,
insbesondere agiert Martin Graf als Laval etwas zu seltsam, als dass
die Rolle
wirklich gut wirkt. Ansonsten sind die Leistungen für sich
genommen recht ordentlich und in den Rollen auch glaubwürdig.
Auch hier gibt es wieder das regionale Flair durch einzelne Sprecher.
In Nebenrollen gibt es immer mal entweder einen französischen
Akzent oder auch einen saarländischen Dialekt zu
hören. Es
hätte für meinen Geschmack, gerade bei Letzterem,
etwas mehr
sein dürfen.
Der Fall ist solide, wenngleich sich die Nachhaltigkeit dieser
Produktion eher in Grenzen halten dürfte. Die Umsetzung hat
ein
paar kleinere Unschönheiten. Insgesamt bewegt sich dieser
Radiotatort im unteren Mittelfeld der bisher gesendeten
Fälle. |
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