- Falsches
Herz |
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Autor: |
Friedrich Ani und Uta-Maria
Heim |
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Produktion: |
SWR 2009 |
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Regie: |
Günter Maurer |
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Musik: |
Arndt Wirth |
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Länge: |
ca. 55 Min. |
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Mitwirkende: |
Xaver Finkbeiner: Ueli Jäggi
Nina Brändle: Karoline Eichhorn
Alexander Erhard: Bernd Gnann
LKA-Präsident: Chahim Königshofen
KHK Anna Pfaff: Andrea Hörnke-Trieß
Roland Wuttke: Daniel Kießecker
Lukas Geiger: Udo Rau
Sandra Geiger: Nicole Boguth
Pom Gruber: Karlheinz Weidmann
Bertram: Jochen Busch
Carin Schindler: Kathrin Kestler
Nils Groninger: Philip Frank
Inge Stumpf: Angelika Bartsch
Anthony Sowa: Felix Kama
Felix Sowa: Marius Bader
Eva Pfleiderer: Isabelle Höpfner
Jakob Hofmann: Frank Winkler
Johannes Schindler: Udo Zepezauer
Steifenbeamter: Sven Kalusche
Kinder: Benjamin Skoruppa, Julika Eisinger, Pauline Heim
Radio-Erzähler: Karl-Rudolf Menke |
Inhalt: |
Bad Mergentheim im letzten September: Der
zehnjährige Niklas Geiger wurde ermordet. Eindeutig eine
Sexualstraftat. Niklas wurde getötet, weil er sich gegen den
Täter zur Wehr setzte. Nur zwanzig Kilometer weiter in
Rohnburg
wird kurz vor Weihnachten Marius Schindler, acht Jahre, mit einer
Plastiktüte erstickt. Es gibt kaum verwertbare
Spuren, das
Motiv ist unklar und keine Verdächtigen. Im April, in
Hohenlohe
verschwindet Lara Schaub, zwölf, aus Creglingen. Die SoKo
durchkämmt mit Freiwilligen die Gegend. Ihr Fahrrad wird im
Wald
gefunden. Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner und Nina Brändle
haben
einmal mehr Gelegenheit, ihre unkonventionellen Ermittlungsmethoden
anzuwenden. Sie besuchen die Tatorte und stoßen im rauen
Hohenlohe auf heftigen Widerstand: Es gibt keine brauchbaren Zeugen.
Die Kinder, die etwas gesehen haben, blocken ab. Die Polizeibeamten vor
Ort machen Dienst nach Vorschrift. Weil sich Nina Brändle aber
nicht abwimmeln lässt und Finkbeiner seiner
männlichen
Intuition folgt, kommen Abgründe ans Tageslicht, mit denen
niemand
gerechnet hat.
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Bemerkungen:
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Nach zwei guten Einträgen von Christine
Lehmann
als Autorin für den Radiotatort des SWR, zeichnet sich nun das
Duo
Friedrich Ani und Uta Maria Heim, bislang Dramaturgin der
SWR-Radiotatorte, für den dritten Einsatz von
Finkbeiner und
Brändle verantwortlich. Die Dramaturgie übernahm
Ekkehard
Skoruppa, Hörspielchef des SWR und "Kopf" des
ARD-Radiotatortes.
Auch der dritte Fall hat es wieder in sich. Das Thema ist klug
gewählt, denn es lässt - egal ob Fiktion oder Realität - niemanden kalt.
Natürlich genügt dies aber noch lange nicht, um auch
einen
guten Tatort zu produzieren. Aber auch der Rest kann sich durchaus
hören lassen. Die Geschichte ist recht dicht gepackt, was
daran
liegt, dass hier zunächst drei Verbrechen im Fokus stehen, die
alle recht unterschiedlich sind und nur die gemeinsamen Nenner haben,
dass Kinder betroffen sind und ein gewisser räumlicher
Zusammenhang besteht.
Schnell sortiert sich aber das Geschehen und nach und nach findet auch
alles seine Lösung. Letzlich nimmt den
größen Raum der
Fall Marius Schindler ein, hinter der allerdings auch die
ungewöhnlicheste Geschichte steckt.
Recht gut gelöst ist dabei insgesamt die Frage nach den
Verdächtigen; diese sind zahlreich, und dem Autorenduo gelingt
es
immer wieder, den Hörer auf falsche Fährten zu locken.
Auch die Umsetzung überzeugt. Dem SWR schafft es meines
Erachtens von allen Sendern am besten, regional - auch in der Sprache -
verwurzelte Geschichten zu erzählen und doch auch für
Hörer jenseits des eigenen Sendebereichs verständlich
zu bleiben. Hier regiert der Dialekt sogar in den Hauptrollen, sowohl
beim Badener Finkbeiner, als auch bei der Schwäbin
Brändle. Allein diese Teammischung aus Gegensätzen
sorgt schon für einen unterhaltsamen Rahmen. Allerdings muss
dieser hier zugunsten der großen Geschichte, in den
Hintergrund weichen.
Den Dialekt gibt es aber auch in den Nebenrollen und allein das sorgt
neben einem ausgewogenen Gefüge innerhalb der Rollen auch
für eine recht glaubwürdige Kulisse.
Günter Maurer lässt die Figuren hier sehr gut
agieren. Angenehm weit weg von der Volkstümelei gelingt es, einen ernstzunehmenden Krimi zu erzählen. Das stimmige
Gesamtbild der ersten Folgen ist auch hier wiederzufinden. Letztlich
sorgt auch dies dafür, dass auch der neue Radiotatort des SWR erneut eine gelungene Sache ist. |
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