- Hexenjagd
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Autor: |
Robert Hültner |
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Produktion: |
BR 2009 |
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Regie: |
Ulrich Lampen |
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Musik: |
Zeitbloom
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Team: |
Ton: Hans Scheck
Technik: Angelika Haller
Regieassistenz: Stefanie Ramb |
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Dauer |
54 Min. |
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Mitwirkende: |
Polizeiobermeister Rudi Egger: Florian Karlheim
Polizeiobermeisterin Senta Pollinger: Brigitte Hobmeier
Raab: Michael A. Grimm
Pframmer: Michael Schreiner
Richard Veitl: Jürgen Tonkel
Schlögl: Peter Rappengrlück
Nanni: Gisela Schneeberger
Czermak: Stephan Zinner
Arzt: Hans Kitzbichler
Faltermeyer: Stephan Bissmeier
Kraus: Hans Georg Panczak
Herr Scheffler: Wilhelm Manske
Frau Scheffler. Jutta Schmuttermaier
Luck: Eisi Gulp
Mutius: Peter Fricke
Otto Genzinger: Jörg Hube |
Inhalt: |
Die Nachricht schlägt in Bruck am Inn
ein wie eine Bombe: In einer zum
Wochenendhäuschen umgebauten Fischerhütte ist die
17jährige Janina tot
aufgefunden worden. Unzählige Verehrer hat die kühle
Schöne schon
abblitzen lassen. Der Verdacht fällt sofort auf den Besitzer
der
Hütte, Rupert Scheffler. Offenbar hatte der Stadtrat und
Familienvater
ein Verhältnis mit dem Mädchen, das in seinem Betrieb
eine Lehrstelle
hatte. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Bald steht er vor den
Trümmern
seiner Ehe und seiner Karriere. Allerdings fallen den Ermittlern Ferdl
Raab, Rudi Egger und Senta Pollinger einige Ungereimtheiten auf.
Kioskbesitzerin Nanni weiß zu berichten, dass auch der
19jährige Sohn
von Scheffler ein Auge auf Jenny geworfen haben soll. Ist der Mord an
der jungen Frau Teil eines Familiendramas? Ein anonymer Anruf bringt
Rudi Egger allerdings auf die Spur eines stadtbekannten
Nörglers, der
Spross einer der alt-eingesessenen Familien ist und als
nervtötender,
aber harmloser Sonderling gilt. Es stellt sich heraus, dass der
Sonderling alles andere als harmlos ist. Verblendet von Hass und
Rachsucht verfolgt er einen teuflischen Plan.
Robert Hültner
geboren
1950 im Chiemgau, lebt abwechselnd in München und in den
Cevennen. Er
arbeitet als Autor, Regisseur und Filmrestaurator und erhielt
zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Deutschen Krimipreis (1996
und 1998) und den Friedrich-Glauser-Preis (1998).
„Hexenjagd“ ist sein
zweiter Radio Tatort für den BR.
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Bemerkungen:
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Der erste
Radiotatort des
BR glänzte vornehmlich durch sein besonderes Lokalkolorit.
Schafft
es der zweite Versuch, inhaltlich etwas mehr zu überzeugen?
So durchschaubar, wie der erste Fall aus Hültners Feder, ist
"Hexenjagd" nicht. Im Gegenteil, der Plot ist diesbezüglich
richtig gelungen, und der Hörer kommt hier erst gleichzeitig
mit dem Protagonisten Rudi auf die richtige Spur. Bis dahin versteht
man es, dem Fall so zu lenken, dass nicht nur die Polizei im Dunkeln
tappt und in falsche Richtungen denkt.
Allerdings bringt man Motiv und die entscheidende Figur erst recht
spät in die Handlung ein, sodass der Hörer auch keine
wirkliche Chance hat, auf die richtige Fährte zu kommen.
Die Auflösung ist zwar durchdacht, wirkt aber etwas an den
Haaren herbeigezogen und ist nur mit der geistigen Verwirrung
der betreffenden Figur zu begründen. Diese hätte, um
glaubhaft zu wirken, allerdings etwas früher thematisiert
werden müssen.
Für die Umsetzung zeichnet sich das frisch mit dem Deutschen
Hörbuchpreis prämierte Team um Ulrich Lampen
verantwortlich. Wie zu erwarten, gibt man sich auch hier
keine Blöße und liefert eine gute Arbeit ab.
Der BR-Tatort ist ja am deutlichsten im Dialekt verwurzelt.
Während andere Sender die Sprachfärbung
(wenn überhaupt vorhanden) etwas einschränken, geht
der BR diesbezüglich sehr ungezwungen zu Werke. Das verschafft
der Kulisse, die ja nunmal von der fiktiven Kleinstadt Bruck am Inn
geprägt ist, ein sehr authentisches Bild. Es hat allerdings
auch den Nachteil, dass jenseits des Mains der ein oder andere Satz
untergehen dürfte.
Insofern ist der BR-Tatort vom formalen Aspekt einer der besten
Radiotatorte, leider hängen die Storys dieser
Qualität bislang noch etwas hinterher. Wenngleich man auch
diesbezüglich hier schon einen ordentlichen Schritt nach vorne
gemacht hat. |
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