radiotatortDie Unsichtbare
  Autor: John von Düffel
  Produktion: RB 2009
  Regie: Christiane Ohaus
© Radio Bremen/Julia Baier
  Musik:  Michael Riessler
Länge: 54 Min.

Mitwirkende:

© Radio Bremen/Julia Baier
Marion Breckwoldt als Claudia Evernich
© Radio Bremen/Julia Baier
Markus Meyer als Dr. Kurt Gröninger
     
© Radio Bremen/Julia Baier
Fritz Fenne als Claas
   
sowie
Stratmann: Friedhelm Ptok
Dieckmüller: Klaus Herm
Stanko: Peter Davor
Scotti: Peter Kurth
Polizist auf der Bahnhofswache: Wilfried Dziallas
Schießbudenfrau: Franziska Troeger
Schausteller: Peter Kaempfe
Osteuropäer: Ewgeny Titov
17-jährige: Lena Zipp
   
   
© Radio Bremen/Julia Baier
Peter Davor und Marion Breckwoldt
   
 
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Markus Meyer und Fritz Fenne
 
© Radio Bremen/Julia Baier
Vorbesprechung v.l.n.r.: Marion Breckwoldt, Christiane Ohaus, Fritz Fenne und Markus Meyer
   
© Radio Bremen/Julia Baier
Marion Breckwoldt und Markus Meyer experimentieren mit Latex-Handschuhen
 
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Fritz Fenne (li.) und Markus Meyer (sitzend) kurz vor der Aufnahme. Außerdem: Toningenieur Peter Kainz (re.) und Regisseurin Christiane Ohaus.
   
© Radio Bremen/Julia Baier
Christiane Ohaus und Friedhelm Ptok als Kleingärtner Stratmann

Alle Fotos: © Radio Bremen/Julia Baier

Inhalt:

Bremen, Freimarkt – die fünfte Jahreszeit. Der Hanseat im Ausnahmezustand. Das größte Volksfest im Norden bringt nicht nur Spaß, sondern auch jedes Mal eine Menge Ärger. Die Bremer Polizei viel zu tun: Prügeleien, Verkehrsdelikte und Diebstähle bis hin zu Wohnungseinbrüchen. Staatsanwalt Gröninger hasst den Trubel, während Kommissarin Evernich sich mit ihrer Tochter ins Getümmel stürzt.
Dann wird allerdings ein Schrebergärtner ermordet, der sich kurz zuvor noch bei Evernich über die mangelnde Polizeipräsenz beschwert hatte. Die DNA, die am Tatort gefunden wird, ist identisch mit der des ‚Todesengels’ – einer Frau, deren genetischer Fingerabdruck bei einer ganzen Serie von Morden an den unterschiedlichsten Orten in Deutschland aufgetaucht ist.

Bemerkungen:

Der zweite Fall für Claudia Evernich und auch diesmal gibt man sich alle Mühe, einen spannenden Fall zu erzählen.
Es beginnt allerdings wenig unspektakulär - zumindest was den Genrevergleich anbelangt. Das ändert sich aber dann, als Autor John von Düffel die reale Geschichte mit der Phantomtäterin, die nicht nur den Polizistinnenmord in Heidelberg auf dem Gewisen gehabt haben soll, sondern eine Spur von Verbrechen quer durch Europa gezogen hat,  mit ins Spiel bringt. Wie man heute weiß - und auch im Hörspiel erfährt - eine peinliche Panne aufgrund verunreinigten DNA-Teststäbchen. Die Story stand allerdings schon, als noch nicht bekannt war, dass es diese Ermittlungspanne gab - zumindest deutet die ursprüngliche Inhaltsangabe dies an. Offenbar hat man dann den Plot mit einer heißen Nadel nochmal umgestrickt.
Leider kommt dieses Thema und damit ein, über das normale Krimimaß hinausgehendes, Hörinteresse leider ein wenig spät in die Handlung.

Ein großer geschmacklicher Kritikpunkt war ja im letzten Evernich-Fall das Ende. Man konnte es damals noch als "originell" entschuldigen. Auch in dieser Folge gelingt auch kein zufriedenstellendes Finale. Das wäre, für sich genommen, eigentlich in Ordnung. Da allerdings zwei von zwei Fällen mit einem ähnlichen Ende daherkommen, darf man da allerdings attestieren, dass man hier offenbar kein großes Interesse daran hat, die Geschichte rund zu machen.

Der RB-Tatort gehört zur Gruppe der Produktionen, die nicht mit dem regionalen Flair um sich werfen. Dass die Geschichte in Bremen spielt, wird nur inhaltlich deutlich, weil die Handlungsorte Erwähnung finden. (Sprachliche) Besonderheiten gibt es keine. Das mag die Hörer, die mit Dialekten im Hörspiel ihre Probleme haben, freuen, diejenigen, die den Radiotatort gerade wegen ihrer regionalen Verwurzeltheit mögen, werden diesbezüglich eher enttäuscht.

Die Umsetzung überzeugt da schon eher. Eine nette, hörbare Krimiinszenierung, die mit guten schauspielerischen Leistungen und einem guten Zusammenspiel daherkommt.


Ein Radiotatort, der mich nur in einigen Sequenzen am Ende überzeugt hat. Es hätte - zumal auch die Umsetzung recht gelungen ist - für eine ordentliche Wertung gereicht. Dass man es beim RB-Tatort aber erneut nicht schafft, ein überzeugendes Ende zu liefern, sorgt dann letztlich doch für den Absturz ins Mittelmaß.

    

 

meine Wertung: +

 

 

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