- Schlössers Geheimnis oder Frauen morden anders |
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Autor: |
Felix Huby |
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Produktion: |
SWR 2009 |
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Regie: |
Robert Schoen |
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Musik: |
Peter Kaizar |
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Länge: |
52 Min. |
Mitwirkende: |
Xaver Finkenbeiner: Ueli Jäggi
Nina Brändle: Karoline Eichhorn
Flora Hassenkamp: Sibylle Nicolai
Hajo Schlösser: Martin Engler
Sabine Schlösser: Birgit Bücker
Schneider: Christian Rothholz
Urs Bürgi: Martin Hug
Beate Bürgi: Eva Scheurer
Ulanowa: Maria Thorgevsky
Irina Pawlowna: Kathrin Angerer
Pjotr Pawlow: Ilja Pletner
Stüblin: Urs Bosshardt
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Inhalt: |
Hajo Schlösser ist ein gefeierter Fotograf. Sein
Publikum zahlt für seine großflächigen Werke hohe
Summen, keine Frau kann ihm widerstehen. Aber dann findet Flora
Hassenkamp, Besitzerin einer angesehenen Galerie in Konstanz, den
Künstler tot inmitten seiner Werke im Magazin der Galerie. Die
Konstanzer Kripo entdeckt im Atelier des Malers größere
Mengen Rauschgift - weit mehr, als für den Eigenbedarf nötig.
Die Spur führt über die Schweiz bis nach Sizilien. Ist die
Mafia im Spiel? Das LKA wird eingeschaltet. Kriminaloberrat Xaver
Finkbeiner und Kriminalhauptkommissarin Nina Brändle ermitteln in
Eiseskälte am Bodensee.
Am Tatwerkzeug - einem feinen Draht - wird eine Blutspur
sichergestellt, die nicht von Schlösser stammt. Vermutlich hat
sich der Täter verletzt. Die DNA lässt sich aber nicht
zuordnen. Denn Schlösser hatte mehr als nur eine Feindin. Fast
jede Frau in seinem Umfeld besaß ein Motiv, ihn um die Ecke zu
bringen...
Felix Huby, geboren 1938 als Eberhard Hungerbühler in
Dettenhausen, lebt in Berlin. Huby gehört seit drei Jahrzehnten zu
den meistbeschäftigten Drehbuchautoren des deutschen Fernsehens.
Außerdem ist er Autor mehrerer Hörspiele. Eine seiner
bekanntesten Figuren ist der inzwischen pensionierte Stuttgarter
„Tatort“-Kommissar Ernst Bienzle. Im Augenblick arbeitet er
an einem neuen Roman: „Bienzle und das lebenslange Kind“.
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Bemerkungen: |
Felix Huby kehrt zum
Hörspiel zurück. Diesmal ist es weder sein "Bienzle" noch
sonst eine seiner Figuren, er fügt sich hier ins
SWR-Radiotatort-Schema und schreibt für die Figuren Finkbeiner und
Brändle.
Huby konstruiert einen sehr traditionellen Krimi im whodunnit-Stil, der
eine recht breite Palette an Verdächtigen und möglichen
Motiven bietet. Das bedingt recht viele Ermittlungen in Dialogform, die
dann auch den Großteil des Hörspiels ausmachen. Die Frage
nach dem Täter wird zum alleinigen Spannungselement,
spektakuläre Zwischenspiele sind hier Mangelware.
Huby gelingt es sehr gut, mit den Hauptfiguren zu arbeiten. Er
nimmt sie so an, wie die Autoren sie bislang ausgestaltet haben und
führt sie auch sehr stimmig weiter. Das Zusammenspiel zwischen
beiden wird immer harmonischer, was vielleicht denjenigen, die das
Aneinanderreiben von Alemanne und Schwäbin so interessant fanden,
etwas zu glatt wirkt.
Schauspieler Uelig Jäggi, die alemannische Krimiallzweckwaffe, und
seine Kollegin Karoline Eichhorn agieren hier auch wieder sehr
unterhaltsam zusammen. Ihnen gehört der Großteil des
Skriptes, die ebenfalls gut agierenden Schauspieler in den Nebenrollen
bleiben hier oft nur wenige Einsätze. Gerade mal Sybille Nicolai
und Maria Thorgevsky dürfen ihr Können hier in etwas
größerem Umfang beweisen.
Ein sehr bodenständiger Krimi in der Kulisse des
Dreiländerecks am Bodensee. Felix Huby erzählt hier einen
guten Krimi, der Ermittler und Hörer viele Spuren und viele
Ansätze an die Hand gibt und mit einer interessanten Lösung
überzeugt.
Meine
Wertung: + + + +
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