- Testosteron |
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Autor: |
Peter Freiberg |
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Produktion: |
WDR 2010 |
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Regie: |
Claudia Johanna Leist |
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Musik: |
Peter Harrsch |
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Länge: |
52 Min. |
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Mitwirkende: |
Nadir: Mark Waschke
Leonore: Tanja Schleiff
Sima: Meriam Abbas
Lenz: Matthias Leja
Suttner: Rudolf Kowalski
Jackie: Wotan Wilke Möhring
Arthur: Albert Kitzl
Lea: Angelika Richter
Hans: Peter Davor
Leon: Jochen Schroeder
Vera: Franziska Petri
Boris/Mertens: Volker Niederfahrenhorst
Von Bruch: Christian Tasche
Sascha: René Heinersdorff
Katrina: Camilla Renschke
Roger: Oliver Brod
Bruno/Stimme: Axel Häfner
Germaine: Ludger Burmann

Tanja Schleiff und Mark Waschke
Bild: SWR/WDR/Anneck
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| Inhalt: |
Seit
Wochen arbeitet Nadir Taraki undercover als Trainer in einem
Fitnessstudio, umgeben von Sonnenbankbräune und
Maori-Tätowierungen. Sein Chef ist ein Pole namens Arthur
Kowallek, der im Verdacht steht, in ganz großem Stil mit Drogen
und illegalen Anabolika zu handeln. Als Nadir endlich den
Abschlussbericht auf den Tisch legen will, teilt ihm sein Chef mit,
dass sich sein Einsatz gerade verlängert hat: Eine junge Frau ist
auf brutale Weise getötet worden und die Spur führt –
zu Kowallek. Obendrein ist seine Freundin Sima mit einem eigenartigen
Weichei von Mann beschäftigt. Nadir verwickelt sich immer tiefer
in die Machenschaften der Kowallek-Gang. Dabei erlebt er hautnah, dass
mit künstlichem Testosteron versetzte Anabolika nicht nur Einfluss
auf den Körper haben können, und was es bedeutet, „ein
richtiger Mann“ zu werden.
Peter Freiberg, geboren 1954, arbeitet seit 1976 als freier Autor
für Funk und Fernsehen. Er realisierte legendäre
Comedy-Serien für 1live und wdr 2 (z. B. „Der Einslive
Ponyhof“). Für rtl war er u. a. Headwriter für
„Nikola“, „Ritas Welt“ (Deutscher Fernsehpreis,
Grimmepreis, Deutscher Comedypreis 2000) und „Der Lehrer“
(Deutscher Fernsehpreis 2009, Nominierung für die Rose d‘Or
2008).
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| Bemerkungen: |
Mit
"Testosteron" legt der WDR wieder einen sehr hörenswerten
Radiotatort vor. Hier gelingt es recht gut, den Rahmen um Ermittler
Nadir Taraki gut einzubinden, da er hier als Undercover-Agent recht gut
ins Milieu-Klischee passt.
Der Fall ist recht spannend und hat einige interessante Aspekte, die
über die Titel gebende "Testosteron"-Problematik deutlich
hinausgehen. Die Verstrickungen reichen über Menschenhandel bis
hin zum Mord.
Dazu gönnt man der Geschichte zusätzlich zum Krimiplot auch
einen großen Schwerpunkt in der Rahmenhandlung um das Privatleben
Nadirs. Damit wird die Produktion inhaltlich sehr rund, da beide
Aspekte sich gut ergänzen und auch glaubwürdig kombiniert
werden.
Bei den Sprechern fällt gleich der Wechsel in der Hauptrolle auf.
In dieser Episode wird Nadir nicht von Baki Davrak, sondern
von Mark Waschke gesprochen, der mich in dieser Rolle hier noch nicht
vollständig überzeugen konnte. Technisch zwar sauber, aber
mir fehlt hier noch die Bindung zur Rolle, die eigenständige und
besondere Farbe, die den Protagonisten aus dem Ensemble heraushebt.
Bezüglich Umsetzung und Atmosphäre hat mir diese Episode
bislang am besten gefallen, gerade weil es hier gelingt, die Geschichte
etwas erdiger darzustellen. Ein paar eingestreute Dialekte und Akzente
sorgen dafür, dass die Figuren bunt und greifbar bleiben.
Peter Harrsch gestaltet das Hörspiel musikalisch gut aus, die
Musik untermalt, so dass Szenerie und Handlung gut gestützt
werden.
Insgesamt ist "Testosteron" einer der besseren Radiotatorte. Er
überzeugt mit einer vielschichtigen Geschichte, die die
Schwerpunkte auf Episode und Rahmen gut verteilt. Die gewohnt solide
Umsetzung des WDR sorgt letztlich dafür, dass man diesen
Radiotatort wieder empfehlen kann.
meine Wertung: + + + + |
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