- rot ist tot |
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Autor: |
Gesine Danckwart |
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Produktion: |
hr 2010 |
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Regie: |
Leonhard Koppelmann |
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Musik: |
Rainer Römer |
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Länge: |
54 Min. |
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Mitwirkende: |

Raimund Falk, Kommissar: Peter Jordan

Camillo Falk, Fotograf: Peter Fitz

Sascha Weiss, Kommissarin: Sandra Bayrhammer

Kriminalrätin Ursula Pelz: Nina Petri

Elena: Stephanie Eidt

Sie (Konstanze Kröger): Constanze Becker
Mädchen 1: Clara Breuer
Mädchen 2: Elisabeth Rossbrey
Herr Welzel: Heinrich Giskes
Bilder: HR/Benjamin Knabe
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Hauptkommissar
Raymond Falk wird nachts zu einem Mordfall gerufen, der die Wiesbadener
Kripo an den Rand ihrer psychischen Belastbarkeit bringt: Das Opfer ist
männlich und ebenso brutal wie irrational verspielt getötet
worden. Dieser Mord ist nur der Auftakt zu einer Serie gleichen
Musters. Auf der Suche nach dem oder der Täterin finden sich die
Ermittler Raimund, seine junge Kollegin Sascha Weiß und Raimunds
Vater, der Pressefotograf Camillo, in falschen Betten wieder, voll
gepumpt mit falschen Drogen. Das Böse in seiner alltäglichen
Horrorgestalt ist da - hinter und neben der ganz normalen heilen Welt,
die nicht mehr das ist.
Gesine Danckwart, geboren 1969, arbeitet in verschiedenen Funktionen an
Theatern in Wien, Mülheim und Berlin. Neben dem Studium der
Theaterwissenschaft gründet sie eine Spielstätte für
freies Theater. Gesine Danckwart lebt und arbeitet als Theatermacherin
und Autorin in Berlin.
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| Bemerkungen: |
Aller
guten Dinge sind drei: Mit dem dritten hessischen Radiotatort geht es
erneut ein wenig bergauf. Die Geschichte stammt diesmal aus der Feder
von Gesine Danckwart, die den Plot sehr modern erzählt. Sie nutzt
hier die Elemente typischer Serienkiller-Thriller und baut dies in die
bekannte hr-Radiotatortkulisse des Wiesbadener Nerobergs. Das ist zwar
alles nicht sonderlich originell - gerade bei der Kulisse sollte
man vielleicht mal in Betracht ziehen, dass Hessen, sogar Wiesbaden
selbst, mehr zu bieten hat, als die etwas stereotyp dargestellten
Villen-Bewohner - dennoch bringt dieser Krimi den nötigen
Unterhaltungswert mit.
Der Fall wird recht spannend erzählt, es gelingt durch den Blick
der Täterin dem Stück eine besondere Note zu geben, ohne
zuviel zu verraten; Motive und Hintergründe bleiben hier lange im
Verborgenen. Aber auch beim Finale wird vieles nur angedeutet, die
Details der Beweggründe bleiben etwas vage, was sich hier
allerdings sehr positiv auf die Nachhaltigkeit des Falles auswirkt.
In den Fall ist auch der Reihenrahmen gut eingebunden. Der Fokus liegt
hier auf Raymond Falk, der hier ein emotionales Auf- und
Ab durchlebt. Die Figuren sind gut gespielt, sie werden allerdings
teilweise auch etwas funktional eingesetzt, was ein wenig die
Glaubwürdigkeit reduziert. Gerade am Anfang wirken einige Dialoge,
beispielsweise zwischen Raymond und Sascha, etwas sperrig.
Das beim Radiotatort nicht unerhebliche Thema des Lokalkolorit wird
hier mit der recht dichten Einbeziehung der Wiesbadener
Örtlichkeiten genüge getan, auf einen "Quoten-Hessen" im
Ensemble verzichtet man.
Bei der Inszenierung gibt sich Leonard Koppelmann, wie zu erwarten,
keine Blöße. Er stellt die unterschiedlichen Ebenen, die
persönlichen Blickwinkel auf den Fall gut dar, ohne hier auf
aufdringliche Effektmittel zurückgreifen zu müssen.
Ein guter und solider Radiotatort, der meines Erachtens beste aus
"Wiesbaden" bislang. Kleine Abstriche gibt es in Punkto
Originalität - insbesondere im Hinblick auf die verwendeten
Elemente des Plots.
meine Wertung: + + + |
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