- Das fünfte Gebot |
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Autor: |
John von Düffel |
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Produktion: |
RB 2010 |
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Regie: |

Christiane Ohaus
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Musik: |
Christoph Grund |
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Länge: |
56 Min. |
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| Mitwirkende: |

Hauptkommissarin Claudia Evernich:Marion Breckwoldt
Staatsanwalt Dr. Kurt Gröninger: Markus Meyer

Claas Berding, Assistent: Fritz Fenne
Bergmann, Spurensicherung: Frank Jordan
Dr. Elisabeth Michel, Rechtsmedizinerin: Ingeborg Kallweit

Sandy Schröder: Eva Gosciejewicz
Mickey Baretta: Samuel Weiss

Pastor Gregorius: Gustav-Peter Wöhler
Jo Schulze: Dietmar Mues
Said Alami, Kioskbesitzer: Asad Schwarz-Msesilamba
Frau Röttgen, Rentnerin: Katharina Matz
Frau Müller, Sekretärin: Cornelia Schramm
Streifenpolizist: Wilfried Dziallas
Roland, Funksprecher: Oskar Ketelhut
Stefan Haller: Benjamin Utzerath
Stimmen von Journalisten: Pascal Strehler, Janine Lüttmann, Marc Zippel, Nicola Peinemann
Bilder: Radio Bremen
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| Inhalt: |
Es
ist kein guter Morgen für den Zeitungsausträger des
Weser-Kurier: Kurz vor Ende seiner Tour findet er einen Mann, an einen
Laternenpfahl gekettet und auf offener Straße zu Tode
geprügelt. Bei dem neuen Fall des Bremer Ermittler-Duos aus
Kriminalhauptkommissarin Evernich und Staatsanwalt Gröninger
scheint es sich nicht bloß um brutalen Mord zu handeln, sondern
um eine Hinrichtung. Das Opfer Stefan Haller ist ein mehrfach
vorbestrafter Dealer und Vergewaltiger, der erst vor wenigen Tagen aus
dem Gefängnis entlassen wurde. Erste Hinweise deuten auf
Drogen-Machenschaften und eine Strafaktion aus dem Milieu, doch es gibt
noch eine weitere Spur: Der ehemalige Lebensgefährte von Hallers
Vergewaltigungsopfer ist der einst gehypte DJ, Radio-Moderator und
Bandbegründer Mickey Baretta, dessen Absturz mit Hallers
Verbrechen begann und der ihm ewige Rache geschworen hat …
John von Düffel
Der Autor John von Düffel, wurde 1966 in Göttingen geboren,
aufgewachsen ist er unter anderem in Londonderry (Irland), Vermillion
in South-Dakota (USA) und Oldenburg, Niedersachsen. Er studierte
Philosophie und Volkswirtschaft in Stirling/Schottland und Freiburg im
Breisgau. 1989 promovierte er über die Erkenntnistheorie. Seit
1991 ist er als Dramaturg an verschiedenen Theatern in Stendal,
Oldenburg, Basel, Bonn und Hamburg tätig. Zurzeit arbeitet er als
Schauspieldramaturg am Deutschen Theater in Berlin.
John von Düffel schrieb als Autor zahlreiche Theaterstücke,
unter anderem "Das schlechteste Theaterstück der Welt", "Elite
1.1"; Bearbeitungen von den "Buddenbrooks" und "Joseph und seine
Brüder" nach Thomas Mann; "Der Schimmelreiter" nach Theodor Storm;
"Geld" nach Zola; Essays wie "Wasser und Welten". Er verfasste
über 20 Hörspiele und Prosa, zum Beispiel "Zeit des
Verschwindens", "Ego", "Houwelandt", zuletzt "Beste Jahre" (2007).
Für seine Arbeiten erhielt er neben weiteren den
"Aspekte-Literaturpreis" des ZDF, 2006 den "Nicolas-Born-Preis für
deutschsprachige Gegenwartsliteratur".
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| Bemerkungen: |
Der
dritte Bremer Radiotatort überzeugt mit dem nun gut eingespielten
Ermittlerteam und einem sehr interessanten und originellen Fall.
Diesmal kann man sogar bei den großen Kritikpunkten der
ersten beiden Folgen überzeugen: Das Finale wird diesmal der
Geschichte durchaus gerecht.
Überhaupt setzt man hier auf eine gradlinige Geschichte, die durch
die originelle Grundidee überzeugt und nicht mit Extravaganzen auf
sich aufmerksam macht. Das Thema "Rache" und "Selbstjustiz"
funktioniert hier sehr gut, weil man einen einfachen Verlauf
antäuscht, die wahre Geschichte aber doch gänzlich anders
läuft. Das führt nicht nur zu einer interessanten, spannenden
und unterhaltsamen Geschichte, sondern mündet eben auch in
einem überraschenden Finale.
Die Umsetzung war beim RB-Tatort ohnehin nie ein Grund zur
Beanstandung. In dieser Episode wirkt sie sogar noch etwas stimmiger,
was am schon erwähnten guten Zusammenspiel liegt. Die Hauptfiguren
haben sich mittlerweile gefunden und agieren mit einer
hörenswerten Leichtigkeit.
Insgesamt ein sehr gelungener Tatort - der beste aus Bremen bislang und
auch einer der besseren der gesamten bisherigen Reihe. Freunde guter
Krimiunterhaltung sollten hier ein Ohr riskieren!
meine Wertung: + + + + |
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