- Vanitas |
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Autor: |
Robert Hültner |
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Produktion: |
BR 2011 |
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Regie: |
Ulrich Lampen |
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Musik: |
zeitblom |
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Länge: |
57 Min. |
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Mitwirkende: |
Rudi Egger: Florian Karlheim
Senta Pollinger: Brigitte Hobmeier
Luk: Eisi Gulp

Dr. H. H. Heinrich: Tommi Piper


Schlögl: Peter Rappenglück (r), Regisseur Ulrich Lampen (l)

vlnr.:
1. Reporter: Florian Schrei
Dr. Köhlmeier: Michael Schwarzmaier
Julia Leroy: Wiebke Puls
Czermak: Stephan Zinner
Raab: Michael A. Grimm
Ewald Kraus: Hans-Georg Panczak
Nanni: Gisela Schneeberger
sowie Robert Giggenbach, Sigi Zimmerschied, Krista Posch, Christian Lex, Sepp Schauer
u. a.
Bilder: rbb/BR/Natasha-I. Heuse
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Inhalt: |
Ein Bauarbeiter macht bei Erdarbeiten eine
ungewöhnliche Entdeckung. Die Beamten der Brucker
Polizeiinspektion, denen er seinen Fund zeigt, sind ratlos: Handelt es
sich bei dem uralten und verwitterten Objekt um Diebesgut? Oder um ein
antikes Schmuckstück? Das Denkmalamt wird eingeschaltet. Wenig
später trifft eine energische junge Archäologin in Bruck ein,
die sofort mit der Untersuchung der Fundstelle beginnt. Bald machen
Gerüchte von einer wissenschaftlichen Sensation die Runde. Dann
aber wird die Grabung durch einen mysteriösen Unfall unterbrochen,
der einem Mitarbeiter fast das Leben kostet. Senta und Rudi sind mehr
als skeptisch, als die Archäologin die Vermutung
äußert, es könne sich um einen Anschlag gehandelt
haben. Immerhin erfahren die Beamten dabei, welche Sensation sich die
Wissenschaftlerin von dieser Grabung verspricht: Mit ihr könne
möglicherweise endlich die Existenz der sagenumwobenen Vaskonen
belegt werden, eines Volkes, dessen Kultur einst über ganz Europa
verbreitet gewesen sein soll. Doch auf der Pressekonferenz, auf der
dieser archäoligische Meilenstein der Öffentlichkeit
präsentiert werden soll, tauchen plötzlich Zweifel auf.
Robert Hültner, geboren 1950 im Chiemgau, lebt heute in
München und Südfrankreich. Gelernter Schriftsetzer, studierte
an der Filmhochschule München, dann Regisseur, Filmrestaurator und
Autor. Auszeichnungen für seine Inspektor-Kajetan-Romane: Dt.
Krimipreis (1996, 1998) und Friedrich-Glauser-Preis (1998). Neben
Krimis auch Theaterstücke (u.a. „Schikaneder“, 2004),
Drehbücher (u.a. „Tatort“) sowie die
ARD Radio Tatorte für den BR.
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| Bemerkungen: |
In
Bruck am Inn, der fiktiven Kleinstadt in Bayern, gibt es die
bodenständigsten Kriminalfälle im Radiotatort. Auch der neue
Fall, mit dem sich die Polizisten Senta und Rudi beschäftigen
müssen und bei dem die kleine Heimatkunde zur vermeintlich
großen archäologischen Weltsensation wird, ist im wahrsten
Sinne des Wortes sehr erdig. Er überzeugt inhaltlich allerdings
nur bedingt. Etwas - für den Hörer - zu leicht durchschaubar
ist dieser Plot dann doch geraten, so dass sich das Interesse eher
darauf konzentriert, ob und wie man den Täter erwischt.
Ein deutliches Gewicht liegt hier wieder auf den wiederkehrenden
Figuren. Da ist zum einen die besondere Nicht-Beziehung zwischen den
beiden Protagonisten Senta und Rudi, die den Fall wieder mit einem
unterhaltsamen Element bereichert, zum anderen spielt hier auch wieder
der Obdachlose Luk eine tragende Rolle.
Wichtig ist auch hier wieder die besondere Kenntnis des Mikrokosmos
"Bruck am Inn", der schließlich auch entscheidend dafür ist,
dass die Schutzpolizei letztlich mal wieder die Nase vorn hat und die
Kripo in die Röhre kuckt.
Passend zur Kulisse ist auch die Inszenierung sehr beschaulich. Diese
gelingt hier - insbesondere beim Musikeinsatz - durchweg stimmig und
transportiert das besondere Flair des Rahmens sehr gut. Man bindet eine
ausreichende Menge an Klischees ein, übertreibt es dabei aber
nicht, so dass es nicht überfrachtet wirkt.
Eine wiederum unterhaltsame Episode aus Bayern, die allerdings auch
wieder mit einem etwas dünnen Kriminalfall daherkommt. Dennoch
reut einen diese Radiostunde kaum, dazu ist das Gesamtpaket einfach zu
gelungen.
Meine Wertung: + + + |
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