Polizeiobermeister Rudi Egger: Florian Karlheim
Polizeiobermeisterin Senta Pollinger: Brigitte Hobmeier
Richard Veitl: Leopold Hornung
Ferdl Raab: Michael Alexander Grimm
Siegfried Pframmer: Michael Schreiner
Heinz-Rüdiger Hermann: Peter Weiss
Irmi: Anna Clarin
Dr. Corbinius Faltermeier: Stephan Bißmeier
Hubert: Stephan Murr
Roland Janetschek: Andreas Buntscheck
Schlögl: Peter Rappenglück
Nanni: Gisela Schneeberger
Czermak: Wolfgang Maria Bauer
Schmerbeck: Eisi Gulp
Furthmüller (Opa): Thomas Holtzmann
Obermayer: Anton Pointecker
Arzt: Hans Kitzbichler
Punz: Jörg Hube
Betz: Winfried Frey
Hochzeitsgast: Wolfgang Aigner
Inhalt:
Rudi Egger und Senta Pollinger haben dienstfrei
bekommen, um an der Hochzeit eines gemeinsamen Bekannten teilzunehmen.
Die beiden Polizeiobermeister in der fiktiven Kleinstadt Bruck am Inn
kommen sich endlich ein Stückchen näher, als sie
gegen Mitternacht von der Tanzfläche gerufen werden: An der
Flusslände ist eine Leiche gefunden worden. Die
Identität des Unbekannten klärt sich rasch: Der Tote
war in München einschlägig bekannt - es ist ein Mann
aus dem Rotlicht-Milieu, dessen geistige Beschränktheit nur
noch von seiner Brutalität übertroffen wurde. Die
öffentliche Meinung ist schnell mit Vermutungen bei der Hand,
und einige schlecht beleumdete Stadtbewohner geraten ins Visier der
Ermittler. Ging es um Revierkämpfe unter Zuhältern?
Das lokale - eher harmlose - RotlichtMilieu wird durchforstet.
Vergeblich. Zum Ärger der Kripobeamten aus der Kreisstadt sind
es die jungen Polizisten vor Ort, die auf die Spur des Täters
kommen - und auf eine Episode im Leben der jungen Braut
stoßen, an die diese nicht mehr erinnert werden
möchte.
Robert Hültner geboren 1950 im Chiemgau, lebt abwechselnd in
München und einem Bergdorf in den
südfranzösischen Cevennen. Studium an der
Filmhochschule München, Autor, Regisseur, Wanderkinobetreiber,
Filmrestaurator. Zahlreiche Kriminalromane, unter anderem "Walching"
(1993); Filmdrehbücher, unter anderem "Tatort" (2004);
Theaterstücke, unter anderem "Schikaneder" (2004);
BR-Hörspielfassung "Walching" (1995). Zahlreiche
Auszeichnungen, unter anderem Deutscher Krimipreis (1996 und 1998),
Friedrich-Glauser-Preis (1998).
Bemerkungen:
Als letzter der großen ARD-Sender
schickt nun der BR seine Tatort-Produktion ins Rennen. Man zeichnet
hier ein Kleinstadtmilieu des fiktiven "Bruck am Inn". Das wirkt
grundsätzlich sympathischer, als andere Ermittlerteams der
Reihe, die in den großen Behörden in der Stadt
sitzen, hat aber auch den Nachteil, dass künftig der
Handlungskosmos recht eingeschränkt bleibt.
Leider kann diese Auswahl des Handlungsrahmens nicht wirklich
nützlich verwandt werden, denn sowohl die Charaktere als auch
die Geschichte packen den Hörer kaum. Die Hauptakteure bleiben
ziemlich blass, was sowohl an den noch nicht richtig zur Geltung
gebrachten Charaktere,n als auch in der etwas zu spröden
Performance liegt. Auffälligkeiten einzelner Figuren sind -
wenn vorhanden oft nur durch klischeehaftes Verhalten gegeben.
Dieses Klischee trägt sich natürlich auch in die
Handlung hinein. Diese hat zudem einen sehr durchschaubaren Plot, wobei
auch hier die Wahl des Titels mit in der Kritik steht. Wer 1 und 1
zusammenzählen kann, den wird dieses Stück in keiner
Weise überraschen können.
Mit "Irmis Ehre" lässt sich der BR ziemlich viel Luft nach
oben. In dieser Produktion passiert in allen Bereichen einfach zu
wenig. Ich hoffe, dass man den an sich guten Handlungsrahmen
künftig besser nutzen und den Charakteren viel mehr Farbe
verleihen kann.