- Mordlauf |
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Autor: |
Christine Lehmann |
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Produktion: |
SWR 2008 |
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Regie: |
Günter Maurer |
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Bearbeitung: |
Uta-Maria Heim |
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Musik: |
Arndt Wirth |
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Länge: |
54 Min. |
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Mitwirkende: |
Ueli Jäggi, Karoline Eichhorn, Bernhard Conrad, Michael Stiller, Angelika
Bartsch, Justine Hauer, Taner Sahintürk, Sophie Lochmann, Maria Weyand, Andreas
Schmid, Marcus Michalski, Hubertus Gertzen, Chaijm Königshofen, Martin Wangler,
Peter Jochen Kemmer, Ndine Kettler, Susanne Heydenreich, Christiane Nothofer,
Nele Rosetz, Hilmar Eichhorn, Kathrin Hildebrand, Jürgen Hörig, Thomas
Birnstiel, Eva Derleder, Susi WEichselbaumer, Ekkehard Skoruppa, Christiane
Janka

KHK Nina Brändle: Karoline Eichhorn
KOR Xaver Finkbeiner: Ueli Jäggi
Bild: SWR/Monika Maier

Ueli Jäggi, Karoline Eichhorn, Michael Stiller, Nadine Kettler, Peter Jochen Kemmer; Bild: SWR/Monika Maier

Regisseur Günter Maurer, Bernhard Conrad, Michael Stiller; Bild: SWR/Monika Maier
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Inhalt: |
"Morgen passiert was am Hermann-Hesse-Gymmi! Guckt in YouTube", ruft ein junger
Grufti in einer Stuttgarter Polizeiwache. Und wirklich: Im Internetportal findet
sich ein beunruhigendes Audio. Mit verzerrter Stimme wird eine anonyme Drohung
ausgestoßen: "Am elften Juni sollt ihr brennen." Die LKA-Profiler Xaver
Finkbeiner und Nina Brändle haben genau 24 Stunden Zeit. Im Gymnasium fahnden
sie nach dem potentiellen Amokläufer und stoßen auf den frustrierten
Deutschlehrer Moser und seine 12. Klasse. Der Lehrer, der mit seinen schwierigen
Schülern zu kämpfen hat, liest mit ihnen gerade Hesses "Klein und Wagner". Die
Erzählung basiert auf dem wahren Fall des Lehrers Ernst August Wagner, der
Anfang des 20. Jahrhunderts seine Familie und 12 weitere Menschen ermordete.
Besonders seinem Lieblingsschüler Boris, einem skurrilen Außenseiter, versucht
Moser das Buch nahe zu bringen. Den Durchbruch erzielen die Ermittler, als
feststeht, dass das Audio den Massenmörder Wagner zitiert und aus dem
Computerraum des HHG gepostet wurde - unter Boris’ Kennung. Kaum hat die Presse
von der Amokdrohung erfahren, stiehlt Boris eine Waffe aus dem Tresor seines
Vaters. Stuttgart lebt in Angst. Erst in letzter Sekunde kann das Dream-Team
Finkbeiner/Brändle eine Katastrophe abwenden - scheinbar zumindest. |
Bemerkungen:
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Es zeichnete sich schon mit dem ersten Tatort des SWR aus der Feder von
Christine Lehmann ab, dass man hier qualitativ ein Highlight zu setzen im Stande
sein kann. Das Duo Finkbeiner/Brändle ist nicht nur aufgrund des festen
regionalen Bezugs sehr unterhaltsam, vor allem aber wissen die Fälle zu
überzeugen.
Den krassen Wechsel von der Provinz im ersten Fall zum
sozialen Brennpunkt einer Großstadt, bringt eine völlig andere Stimmung in die
Geschichte und öffnet dem Thema ganz neue Möglichkeiten.
Der Fall an sich
ist der beste der bisherigen Reihe. Die Handlung ist verwinkelt und der Hörer
kann immer einen Tick mehr vorausahnen und ist damit den Ermittlern überlegen.
Das erzeugt eine besondere Spannung, die weniger auf das Überraschungsmoment
baut, als auf die Frage, ob die Helden dem Fall denn überhaupt Herr werden. Das
ist hier genau das richtige Stilmittel, um die Handlung an den Hörer zu
bringen.
Vielleicht sind die einzelnen Figuren etwas zu klischeehaft -
allerdings begünstigt dies auch das Erzähltempo, da man hier nicht lange Zeit
darauf verwenden muss, die einzelne Rolle näher zu erläutern.
Das Team
um Günter Maurer hat hier eine tolle Inszenierung geschaffen. Mit viel Tempo,
ohne jedoch den Blick für Details zu verlieren, passt diese perfekt zur
Geschichte.
Viele und vor allem gute Sprecher sorgen dafür, dass die
stets sehr starken Charaktere auch die richtige Stimme mitbringen.
Der
drohende Amoklauf, die verzwickten Motive dahinter, interessante Figuren und die
temporeiche Umsetzung, all das macht "Mordlauf" zum besten Radiotatort der
bisherigen Staffel.
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