| Raoul Tranchirers Bemerkungen über die Stille |
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Autor: |
Ror Wolf |
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Produktion: |
SWR 2007 |
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Regie: |
Thomas Gerwin |
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Länge: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Horst Sachtleben, Bijan Zamani und Nadine Kettler |
Inhalt: |
Grundlage des Hörstücks ist ein Band mit Kurzgeschichten, mit dem Ror Wolf
2005 seine umfassende "Enzyklopädie für unerschrockene Leser" abgeschlossen hat.
"Bis ins Jahr 2001", so Ror Wolf, "arbeitete Raoul Tranchirer ohne sichtbare
Ermüdungserscheinungen an seiner vielbändigen "Enzyklopädie für unerschrockene
Leser", dieser einzigartigen Besichtigung der Wirklichkeit, der Weichheit und
Bleichheit, der Geschwindigkeit und Geschmacklosigkeit, Gemütlichkeit und
Gefräßigkeit, der Trockenheit, der Feuchtigkeit, der Gelassenheit und
Verlassenheit, der Gewöhnlichkeit, der Empfindlichkeit, der Grausamkeit,
Einsamkeit, Schamlosigkeit und Bequemlichkeit, vor allem aber der
Selbstverständlichkeit aller dieser Erscheinungen. Enzyklopädien sind, wie wir
wissen, ihrem Wesen nach unabschließbar. Für Tranchirers Enzyklopädie gilt das
nicht. Zweifellos wird er die Welt weiterhin beobachten, von oben, aus dem 42.
Stockwerk, aber er wird sich nicht mehr dazu äußern. Nach seinen "Bemerkungen
über die Stille" schweigt Raoul Tranchirer....
Ror Wolf, geboren 1932
in Saalfeld/Thüringen, lebt als freier Schriftsteller in Mainz. Von 1961-1963
arbeitete er als Literaturredakteur beim HR. Seit 1964 veröffentlichte er
zahlreiche Bücher, seit 1971 schreibt er auch Hörspiele. Er erhielt diverse
Literaturpreise, u. a. auch den Hörspielpreis der Kriegsblinden 1987 und den
Frankfurter Hörspielpreis 1992. "Raoul Tranchirers Bemerkungen über die Stille"
wurde Hörspiel Jahres 2007. |
Bemerkungen: |
Wenn ich sonst keine Hörspiele hören würde und mir dann das "Hörspiel des Jahres
2007" angehört hätte, wäre das Genre für mich faktisch danach nicht mehr
existent. Das Hörspiel bietet kaum etwas, dass ich als hörenswert erachten
würde. Sicherlich hier und da beachtenswerte Passagen, aber insgesamt viel zu
wenig, um ein unterhaltsames Hörspiel zu gewährleisten.
Hinzu kommt eine
wenig nachvollziehbare klangliche Untermalung. Alles sehr gut gemacht, nur der
Sinn, die gewählten Effekte an den jeweiligen Stellen einzusetzen, ist nicht
erkennbar. So wirkt das Ganze einfach nur verspielt und verkünstelt.
Auch die Sprecher konnten mich hier nicht überzeugen, die Vorlage, bzw.
-gabe, lässt kein richtiges Spiel aufkommen, relativ leidenschaftslos wird der
Text transportiert und entsprechend tropft es auch ins Ohr.
Dass das
Stück prämiert wurde, zeigt ja, dass es jemandem gefallen hat. Die hier
dargebrachte hohe Kunst hat mich nicht erreicht - und das nicht mal ansatzweise.
Von einem "Hörspiel des Jahres" erwarte ich da einfach mehr als ein großer Name
als Autor und ein paar ans Ohr geklatschte Effekte. |
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