Revisor oder Katze aus dem Sack

von Nikolai Wassiljewitsch Gogol

Komposition: Jürgen Knieper

Regie: Manfred Marchfelder

Mitwirkende: Ingolf Gorges, Rolf Hoppe, Werner Rehm, Uta Hallant, Roswitha Schreiner, Erika Eller, Max-Volkert Martens, Rainer Pigulla, Otto Sander, Gerd Wameling, Klaus Herm, Klaus Mikoleit, Eric Vassen und Wolf Kaiser

RIAS Berlin 1989

75 Minuten

 
In der berühmten Verwechslungskomödie von Nikolai W. Gogol geht es um einen vermeintlichen Inspektor aus der Hauptstadt St. Petersburg, der in den Amtsstuben eines Provinznestes für Angst und Schrecken sorgt. Denn jeder hat hier Dreck am Stecken, alle lassen sich schmieren und bestechen. Jürgen Groß übertrug kurz vor der Wende die Parabel des russischen Schriftstellers auf die Verhältnisse in der DDR.

Darin versetzt ein frisch aus dem Gefängnis entlassener Häftling namens "Revisor" die örtlichen Behörden in Unruhe und hektische Betriebsamkeit. Partei, Gewerkschaft, Justiz, Militär, Polizei, Schulbehörde, Theater - alle deuten das Auftauchen des vermeintlichen Revisors als Überprüfung der lokalen Verhältnisse. Am Ende befördert der "Revisor" streng vertrauliche Unterlagen aus dem Fenster. Der Oberbürgermeister ist fassungslos.

Das Theaterstück des Autors wurde nach der 3. Aufführung in Potsdam im Sommer 1989 verboten.

Der Autor
Nikolai Wassiljewitsch Gogol, am 1.4.1809 in Sorotschinzy bei Poltawa geborener Sohn eines ukrainischen Gutsbesitzers, zählt mit Werken wie "Die toten Seelen" unter anderem zu den großen russischen Erzählern des 19. Jahrhunderts. Er starb 1852 im Alter von 42 Jahren an den Folgen strengen Fastens.

Der Autor des Hörspiels
Jürgen Groß, 1946 in Brandenburg/Havel geboren, war von 1978-83 Hausautor am Maxim-Gorki-Theater. 1984 erhielt er den "Dramatik-Preis des Ministeriums für Kultur und des Theaterverbandes der DDR". Seit 1995 lebt Jürgen Groß als freier Schriftsteller in Neu Darchau.

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