| Rheinsberger Restlaufzeit Kriminalhörspiel mit Originaltönen Von Ulrich Land ![]() Regie: Wolfgang Rindfleisch ![]() Wolfgang Rindfleisch (Mitte) mit Stephanie Schönfeld und Jens Winterstein Komposition: Frank Merfort und Richard Veenstra DLR 2011 55 Min. Hörprobe: Mit Jens Winterstein, ![]() ![]() Hubertus Gertzen, Michael Stiller, Hanna Franck, Stephanie Schönfeld sowie Rahel Ohm, Boris Koneczny, Schirin Brendel, Rudolf Guckelsberger, im Originalton: Helmut Gruhle und Ulrich Land Bilder: Deutschlandradio/Sandro Most Schauplatz der Dokufiktion: Rheinsberg im Ruppiner Land, April 1990. Saalfeld, pensionierter Kraftwerker, wird tot am Stechlinsee gefunden. Erstochen mit einer Ködernadel. Sein Kollege Krangert erfährt, dass er, wie Saalfeld, an Krebs erkrankt ist. Krangert führt das auf eine Havarie im Atomkraftwerk zurück, bei der beide mit radioaktiv kontaminiertem Kühlwasser in Berührung kamen. Krangert will die Ereignisse von 1973 an die Öffentlichkeit bringen. Doch Meinhardt, Manager des neuen Energie-Unternehmens, will die Bevölkerung nicht verunsichern. Eine Abschaltung wäre für ihn die Katastrophe. Der Autor kombiniert diesen Plot mit dem O-Ton-Bericht des ehemaligen Pressesprechers des Kernkraftwerks, der die Ereignisse von 1973 rekonstruiert. Ulrich Land, geboren 1956, studierte Germanistik, Geografie, Philosophie. Schreibt Features, Prosa und Hörspiele. Bemerkungen: Die "Rheinsberger Restlaufzeit" kombiniert reale und fiktive Ereignisse gekonnt miteinander. Ulrich Land nimmt einen tatsächlichen Zwischenfall im Kernkraftwerk aus den 1970er Jahren als Grundlage und konstruiert hierauf einen sehr gelungenen Krimiplot. Es gelingt ihm, den Hörer recht schnell um den Finger zu wickeln und ihn auf solche Fährten zu locken, die dafür sorgen, dass die Wendungen am Ende dann auch wirklich überraschen. Dabei gelingt es ihm, den Fall doch sehr glaubwürdig zu machen. Hierbei hilft es, dass zwar die zentrale Handlungsebene im Jahr 1990 liegt, es aber die Betrachtung aus der heutigen Zeit und den Rückblick auf die Ereignisse des Jahres 1973 zusätzlich gibt. Die hörenswerte Geschichte ist zudem auch sehr gut umgesetzt. Die Szenen klingen auch gespielt und nicht nur gesprochen, was zusätzlich zur gelungenen Besetzung ein sehr entscheidender Pluspunkt dieser Produktion ist. Wenn es um Krimi und Hörspiel geht, dann hat die Redaktion des DLR Kultur seit geraumer Zeit die Nase vorn. Auch hier überzeugt man wieder mit einer gelungenen Produktion, die sowohl eine originelle Geschichte, als auch einen guten Krimiplot bietet. Ich empfehle dringlichst, einzuschalten! Meine Wertung: + + + + |
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