Rimbaud Traumstaub

Von Ranuit (Rainer G. Schmidt)

Übersetzung aus dem Französischen: Hanns Therre und Rainer G. Schmidt
Elektronische Realisation: Walter Bachauer und Ronald Steckel
Regie: Ulrich Gerhardt
Komposition: Clara Mondshine

SFB / SR 1983
49 Min.


Mit Michael König


Ein Dichter, der elf Jahre lang schweigt. Nicht gerade geeignet als Thema für ein Hörspiel, lebt dieses doch von Worten. Ranuit (Rainer G. Schmidt) geht das Wagnis dennoch ein.

Was man als Erstes von Rimbaud zu sagen weiß: dass er verstummt ist. Für ein Schweigen von elf Jahren - nachdem er geschrieben hat, geschrieben in Schreien, in Silben und in Tönen. Rimbaud kehrt wieder zurück aus Afrika nach Europa. Man repatriiert ihn. Und man amputiert ihm ein Bein (und seinen Traum), um es (und seinen Traum) durch ein Kunstbein zu ersetzen. Berühmtes Schweigen Rimbauds, fast noch berühmter als seine Dichtung. Und hier denken wir uns Rimbaud, wie er seinen Schwanengesang singt, in seltsamen Zeichen. Als ob sein Traum wahr gewesen wäre.

Ranuit (Rainer G. Schmidt), gebürtiger Saarländer, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Übersetzer (speziell: Rimbaud).

 
Zur Startseite