Riot Girls
Ausflüge in die Kampfzone
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Autor: |
Sabine Bernardi und Annette Blaschke |
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Produktion: |
WDR 2009 |
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Regie: |
Leonhard Koppelmann |
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Länge: |
53 Min. |
Inhalt: |
„I want to be the girl with the most cake“, grölte
Courtney Love 1994 in „Doll Parts“. Klar wollten sie und
die anderen selbst ernannten „Riot Girls“ auch ein
Stück vom großen Showbusiness-Kuchen abhaben. Voll aggro war
das – aber irgendwie auch nur Show. Längst vergessen. Denn
heute regieren die echten Riot Girls das urbane Tagesgeschehen.
Kratzen, beißen, Haare ziepen – das war gestern. Heute wird
geprügelt, getreten, gekifft und flashgemobbt, und das am liebsten
im Team mit den besten Freundinnen.
In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der jugendlichen
Gewalttäterinnen in Deutschland mehr als verdoppelt. Jede
fünfte Körperverletzung bei Jugendlichen geht laut
Kriminalstatistik auf das Konto eines Mädchens. Wer Glück
hat, landet per Gerichtsbeschluss irgendwann im
Anti-Aggressivitäts-Training und lernt dort, dass frau das
Stück Kuchen auch anders bekommen kann. Wer Pech hat, macht weiter
bis zur Strafmündigkeit.
Annette Blaschke, Jahrgang 1974, volontierte beim SFB in Berlin. Danach
freie Autorin mit Schwerpunkt Popkultur und Gesellschaft. Im WDR wurde
zuletzt ihr Feature „Warum mein Vater Madonna von der Wand
riss“ (DKultur 2006) gesendet. Seit 2006 arbeitet sie als
Redakteurin bei WDR 3.
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Bemerkungen:
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Riot Girls sind längst keine Randerscheinung mehr,
die nur selten und in irgendwelchen trüben Gebieten Deutschlands
auftreten. Insofern kann die Produktion diesbezüglich nicht viel
Neues erzählen. Man stellt sich zwar hier umfassend dem Thema,
wirklich darüber hinaus Überraschendes kann man allerdings
nur denjenigen Hörern bieten, die - wie auch immer - bislang an
diesem Thema vorbeigeschrammt sind.
Insofern konnte mich diese Produktion nur als Bestandsaufnahme überzeugen - das große Aha-Erlebnis blieb leider aus.
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Meine
Wertung: +
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