Romeo und Julia in Berlin

Von Gerd Oelschlegel

Regie Gustav Burmester

Produktion NWDR 1953

Romeo und Julia heißen 1953 in Berlin Judith Lüning und Karl Brink. Judith hilft in der Kneipe ihres Vaters im sowjetischen Sektor aus. Dort treffen sich die Parteimitglieder, denn der alte Lüning ist Kommunist, allerdings kein Vertreter der „reinen Lehre“. Die Erfahrungen des Krieges und der ersten DDR-Jahre haben ihn zum Pragmatiker werden lassen. Zur Miete in seinem Haus wohnen die Brinks, deren Sohn Karl auf der Flucht vor dem Staatssicherheitsdienst hier Zuflucht sucht und bei dieser Gelegenheit Judith kennen lernt. Die Liebe zwischen den beiden steht unter unglücklichen Vorzeichen: Die Eltern sind zerstritten. Karls Pläne, in den Westen zu gehen, müssen ebenso verschwiegen werden wie die heimlich geschlossene Ehe. Nichts ahnend rächt sich Judiths Vater an den verhassten Brinks, als er einem Posten Karls Versteck verrät.

Die Aufnahmen für dieses Hörspiel begannen nach Archivunterlagen am 27. Mai 1953, gesendet wurde es am 2. Juli, also zwei Wochen nach den Aufständen vom 17. Juni.

Gerd Oelschlegel wurde 1926 in Leipzig geboren. Er wurde mit 16 Jahren Soldat und kam in amerikanische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung studierte er in Leipzig Malerei und Kunstgeschichte, verließ 1947 „die Zone“ und ging nach Hamburg. Sein Hörspiel „Romeo und Julia in Berlin“ wurde in fünf Sprachen übersetzt, als Fernsehspiel inszeniert und auf Bühnen des In- und Auslandes gespielt.

Mit Dietrich Haugk, Benno Sterzenbach, Katharina Brauren u.a.




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