| Rosa - Die Akte Rosa Peham von Thomas Harlan Komposition: Helga Pogatschar Bearbeitung: Michael Farin Regie: Bernhard Jugel BR/WDR 2001 79 Min. Mit Manfred Zapatka, Heiko Raulin, Bernd Moss, Axel Milberg, Karin Anselm und Sophie von Kessel Eine Lichtung bei Kulmhof in Polen. Aus der schneeverwehten Ebene wölbt sich das Dach eines Erdhauses, ein Pferd ohne Schweif ist an den rauchenden, klapprigen Schornstein gebunden, der aus dem Boden ragt. In der Höhle hausen Rosa Peham und Józef Najman. Rosa ist die ehemalige Verlobte von Franz Maderholz, der Zahlmeister im Vernichtungslager Kulmhof war. Die Asche der Opfer füllt den Boden der Lichtung, die seit Kriegsende Rosas Heimstatt ist. Franz ist verschollen, Rosa hat sich 1948 mit Józef liiert. Auch ihm wird eine dunkle Vergangenheit nachgesagt. Jahrzehnte später erfahren ein Filmteam und ein Theologe aus alten Akten von Rosa und den damaligen Ereignissen. In den sechziger Jahren stieß Thomas Harlan bei Recherchen über Kriegsverbrechen auf Gerüchte über das Dorf Kulmhof, an dem die Deutschen die Technologie des Massenmords erprobten. Sein 2000 erschienener Debütroman "Rosa" ist das Gegenteil einer Bilanz und alles andere als ein Fazit, der Text ist ein sprachlich-gedankliches Ringen mit einem ungeheuerlichen Stoff. „Regisseur Bernhard Jugel hat die nackte Sprache anstelle einer von Klang- und Geräuschfolien umgebenen Realisation als Medium gewählt. Eine Radio-Adaption, die eine hellere Wahrnehmung hervorruft.“ (Jurybegründung Hörspiel des Monats April 2001) |
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