| Schatten
des Wahns |
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Autor: |
Christian von Ditfurth |
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Produktion: |
DLR 2008 |
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Bearbeitung und Regie: |
Andrea Getto |
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Musik: |
Michael Rodach |
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Ton: |
Thomas Monnerjahn |
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Schnitt: |
Hermann Leppich |
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Regieassistenz: |
Silke Benn |
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Redaktion: |
Torsten Enders |
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Länge: |
109 Min. |
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Mitwirkende: |
Stachelmann: Michael Evers
Carmen: Astrid Meyerfeld
Anne: Michaela Steiger
Prof. Bohming: Friedhelm Ptok
Ossis Frau: Heidrun Bartholomäus
Köhler: Siemen Rühaak
Zastrow: Götz Schubert
Taut: Wolfgang Condrus
Kurz: Alexander Khuon
Kamm / Kraus: Maik Solbach
Regine: Maria Hartmann
Katharina: Eva Kryll
Passantin: Eva Maria Kurz
Krankenschwester / Sprechstundenhilfe: Maja Schöne
Reiner Detmold: Gerd Wameling
Frau Detmold: Gudrun Gabriel
Sekretärin / weibliche Stimme: Claudia Hübbecker
Brettschneider: Verena von Behr
Mann 1 / Polizist 1: Sebastian Becker
Polizist 2: Thaddäus Meilinger
Mann 2 / Polizist 3: Michael Schumacher
Mann 3: Ulf Schmidt
Langhaariger: Paul Schmidt-Branden
Student / Taxifahrer: Özgür Özata
Bettler: Uwe Müller
Kipper: Udo Schenk
Fath: Sven Lehmann
Wolf: Jürgen Thormann
Dr. Kahr: Wolfgang Michael
Kellnerin: Renate Lampen
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Inhalt: |
Nach Mitternacht erhält der Historiker
Josef Maria
Stachelmann die schreckliche Nachricht: Ossi ist tot. Oskar Winter,
Oberkommissar der Hamburger Kripo und Stachelmanns bester Freund, wurde
tot an seinem Schreibtisch gefunden. Sein Kopf lag auf einem
Aktenordner, darin Flugblätter, Zeitungsausrisse und
Protokolle
aus den 70er Jahren, als Ossi und Stachelmann in Heidelberg studierten
und beide an die Revolution glauben. Alle Indizien sprechen
für
Freitod, doch Stachelmann hat seine Zweifel.
Ossi hätte sich nie umgebracht, meint Stachelmann. Jedenfalls
nie
mit Gift. Die Akte auf Ossis Schreibtisch ist eine Spur. Statt mit Anne
in den Urlaub zu fahren, reist der Historiker Stachelmann
zurück
in die eigene Vergangenheit. Er findet heraus, dass Ossi kurz vor
seinem Tod in Heidelberg war, offenbar um ein Verbrechen
aufzuklären, das fast 30 Jahre zurückliegt: Den
Thingstättenmord, der sich an jener einst von Goebbels
eingeweihten Thingstätte ereignet hatte. Musste Ossi sterben,
weil
er den Tätern zu nahe gekommen war? Um den Fall zu
lösen,
verfolgt Stachelmann Spuren bis ins italienische Volterra.
Christian von Ditfurth, geboren 1953, Historiker, Journalist und Autor.
Nach seinen Stachelmann-Romanen entstanden die Hörspiele "Mann
ohne Makel" (DLR / NDR 2006) und "Mit Blindheit geschlagen" (DLR 2006).
Inzwischen ist 2007 Stachelmanns vierter Fall "Lüge des
Lebens"
erschienen.
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Bemerkungen:
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Christian von Ditfurth hat mit seiner Figur
Stachelmann und dessen Debüt im "Mann ohne Makel" zu Recht
viel Applaus geerntet. Seine Geschichten haben ein besonderes Flair,
gerade weil sie immer einen historischen Anker haben. In "Schatten des
Wahns" sind es diesmal die revolutionären Bestrebungen in den
70er Jahren, die hier eine wichtige Rolle spielen.
Der Autor nutzt die diesbezügliche Vergangenheit seines
Protagonisten, um einen Fall mit den damaligen Ereignissen zu
verknüpfen. Das funktioniert recht gut und schafft ordentlich
viel Raum für die Aufarbeitung und Ermittlung.
Wie üblich lässt man der Geschichte viel Spielzeit,
um sich zu entwickeln. Dabei verspürt man keine
Längen. Die rund 110 Minuten sind schon sehr sinnvoll angelegt.
Das Finale sorgt - wie es sich gehört - für eine
überraschende Wende, bei der sich vielleicht der
Hörer etwas an der Nase herumgeführt fühlen
mag. Dabei folgt alles aber einer zwingenden Logik, die schlussendlich
überzeugt.
Die Umsetzung ist ebenfalls wieder sehr gelungen. Gerade Michael Evers
gibt der Figur des Stachelmann eine sehr passende Klangfarbe. Er ist
nicht der überzeugende Held, eher der verschrobene
Wissenschaftler, der sich - so wirkt es
für Außenstehende - etwas unsicher auf dem
kriminalistischen Terrain bewegt.
Auch die restliche Sprecherriege überzeugt - wie auch nicht
anders zu erwarten. Das Ensemble ist bis in kleinste Rollen mit
großartigen Stimmen besetzt, eine Investition die sich
hörbar auszahlt.
Ein schöner langer und wunderbar unterhaltsamer Krimi, den
Christian von Ditfurth hier erzählt. Wie gewohnt in der guten
Qualität einer DLR-Produktion umgesetzt, ist "Schatten des
Wahns" für jeden Krimifan ein Muss.
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