| Schattenkind von Heinke Hannig Musik: Serge Weber Regie: Hans Helge Ott RB / NDR 2011 31 Min. Mutter: Anne Moll Vater: Erkki Hopf Bibliothekarin: Beate Kiupel Lehrerin: Birte Kretschmer Felix: Julius Körner Arzt: Dieter Hufschmidt Mechthild ist mit acht Jahren gestorben. Zwei Jahre danach wird ihre Schwester geboren, die wieder Mechthild heißt. Die wieder so sein soll, wie die erste Mechthild, die Mechthilds Lieblingshose tragen muss, und die es irgendwie nicht schafft, die "richtige" Mechthild zu sein - und auch nicht die andere Mechthild Heinke Hannig (geb. 1957 in Nordfriesland) war Realschullehrerin, bis sie sich nach 14 Jahren anders entschied. Sie beschäftigt sich seither mit vielen verschiedenen Dingen, von Erwachsenenbildung über Suchtprävention bis zu journalistischen Tätigkeiten, und seit 1999 ist sie erfolgreich schriftstellerisch tätig. Bemerkungen: Sechst Personen erzählen von Mechthild, eigentich von beiden - mehr oder weniger. Heinke Hannig übernimmt hier ein Thema für das Hörspiel, das nachdenklich macht. "Schattenkind" erzählt davon, wie ein Kind die verstorbene Schwester ersetzen muss. Ein Weg, der bis zur Selbstaufgabe führt. Das Hörspiel ist wie ein Feature aufgebaut, es wirkt - auch aufgrund der Sprache - sehr authentisch. Eine herausragende schauspielerische Leistung erbringt hier Anne Moll, die die Mutter, in deren ganz eigener Welt und Sichtweise sehr eindrücklich darstellt. Ein sehr bedrückendes, aber auch sehr hörenswertes Hörspiel. Meine Wertung: + + + + |
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