| Der
Schaum der Tage |
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nach |
Boris Vian |
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Produktion: |
WDR / DRS 2002 / CMV-Verlag 2008 |
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Bearbeitung und Regie: |
Beate Andres |
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Musik: |
Underkarl |
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Länge: |
53 Min. |
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Mitwirkende: |
Anja Klein, Klaus
Brömmelmeier, Desirée Meiser, Vincent
Leittersdorf, Katja Reinke und Alexander Tschernek |
Inhalt: |
Boris Vian (1920–1959) gehört
zu den interessantesten
Intellektuellen der französischen Nachkriegszeit. In seinem
Kultroman erzählt er die Geschichte von Colin und
Chloé,
eine Liebesgeschichte. Sie beginnt unbeschwert und albern in einem
vergoldeten Zeitalter. Aber unter der schillernd swingenden
Oberfläche des Glücks wachsen schnell die faulen
Zeiten
heran. Eine Seerose breitet sich in Chloés Brust aus, nimmt
ihr
den Atem und verdunkelt Colins helle Tage. So sehr Colin auch
kämpft, kann er nichts dagegen tun, dass alles Schöne
verschwindet: Die Liebe in all ihren Spielarten und die Musik von New
Orleans oder von Duke Ellington.
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Bemerkungen:
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"Der
Schaum der Tage" ist Boris Vians bekanntester Roman. Beate Andres hat
diese Vorlage in ein knapp einstündiges Hörspiel
gepackt und damit ein ganz eigenständiges Werk geschaffen.
Dieser Satz, der ja grundsätzlich für alle
Hörspielbearbeitungen nach literarischen Vorlagen gilt, sollte
man sich aber hier auf jeden Fall ins Gedächtnis rufen.
Das Hörspiel hat einen ganz eigenen Charme. Leider gelingt es
nur zu gut, diesen vor dem Hörer zu verstecken. Das, was hier
hörbar wird, hat nur wenig mit dem Wort "Unterhaltungswert" zu
tun. Ohne wirklich erkennbare Strukturen wird hier munter drauflos
erzählt. Die Handlung springt hin und her, ohne irgendeinen
logischen Zusammenhang erkennen zu lassen.
Bei aller Eigentständigkeit des Mediums Hörspiel,
wenn die Vorlage aber derart verwurstet wird, muss man sich wirklich
fragen, ob hier die Richtigen am Werk waren.
Da sich inhaltlich hier nicht viel erschließt, ist auch die
Bewertung der Umsetzung nur schwerlich möglich. Die Sprecher
werden daran gemessen, dass sie ihre Rollen gut interpretieren. Die
Musik soll die Handlung unterstützen und die nötige
Atmosphäre schaffen. Damit wäre auch hier eigentlich
ein vernichtendes Urteil zu fällen.
Das wäre aber ungerecht, so dass ich mir hier jede Bewertung
erspare.
Auch wenn - zugegeben - meine Erwartungshaltung recht hoch war, die
Enttäuschung über diese Produktion ist schon
beachtlich. Diese Produktion kann ich leider absolut nicht empfehlen. |
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