| Schrauben von Hanna Hartman EIG / SFB / ORB 2001 19 Min. NN «Schrauben» ist eine Komposition aus Geräuschaufnahmen, in der alte Schraubmaschinen mit ihren Rhythmen eine eigene Musik erzeugen, einzelne Schraubvorgänge atonale Melodien beisteuern und Arbeiten wie das Fräsen oder Metallschneiden die Tätigkeit des Homo Faber akustisch thematisieren. Hanna Hartman beschreibt und charakterisiert in ihren Arbeiten mit akustischem Material die verschiedensten Fassetten der Welt und des Lebens auf ihr. In den Klängen und Geräuschen, auch im Lärm entdeckt sie eine musikalische Seite, als wollte sie dem alten Begriff der «harmonia mundi» einen modernen der «disharmonia mundi» entgegenstellen. Und sie verdichtet ihre Aufnahmen zu wahrhaften Musikstücken. Man könnte sagen, sie macht Dokumentarmusik. Hanna Hartman, 1961 in Uppsala (Schweden) geboren, studierte an der Universität Stockholm Theater- und Literaturwissenschaften. Nach der anschliessenden Ausbildung für interaktive Medien am Dramatiska Institutet und am Institut für Elektroakustische Musik in Schweden (EMS) übersiedelte sie 1998 mit eigenem Studio nach Kopenhagen und 2000 nach Berlin. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen, u. a. 2005 den begehrten Karl-Sczuka-Preis. |
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